Montag, 7. August 2017

Eifelwochenende

Wir hatten ein tolles Wochenende! Samstag Nachmittag sind wir, nachdem Marco im Restaurant und ich im Haushalt gearbeitet haben, tief in die Eifel hineingefahren, denn ein Freund von uns hat Geburtstag gefeiert in einem kleinen Dorf in der Nähe von Gerolstein. Absolut ländlich ist es dort, man hat wenig fahrende Autos und noch weniger Menschen auf der Straße gesehen. 3 Dörfer ohne Menschen, dann ein alter Opa mit der Mistgabel, 3 weitere Dörfer ohne Menschen, dann eine Oma beim Unkraut zupfen, dann ein Traktor, lange nichts, eine überwachsene alte Bahnstrecke, ein Mähdrescher, eine Person, die im Garten arbeitet und uns zuwinkt. Und natürlich viel Natur, Kühe, Pferdekoppeln, Bäche und Wald. In den größeren Dörfern gibt es sogar eine Bäckerei und manchmal sogar ein Hotel bzw. "Fremdenzimmer". Wir waren fast angekommen, da sahen wir einen jungen Mann auf einem Traktor. Wow, endlich mal jemand unter 30! Wir wurden nett begrüßt, die Kinder bekamen Melone. Ein unfehlbarer Happymaker, die geliebte "Mlone". Nach ihrem Schläfchen im Auto und bei fremden, wenn auch sehr netten Leuten angekommen, brauchen sie ein Weilchen, um anzukommen und aufzutauen. Wir haben auf jeden Fall bei tollem Wetter den Nachmittag genossen. Marco hat gegrillt und ich habe Pisco Sour gemacht, nebenbei haben wir uns gut unterhalten und die Kinde angeregt gespielt. Es war ein sehr gemütlicher Abend mit lieben Menschen. Später saßen wir noch zusammen in Decken eingewickelt vor dem Feuer, denn es war dunkel und kühl geworden. Die Kinder wollten gerne nach Hause fahren, das haben wir dann auch gemacht. Ein Feuerwerk hat uns den Weg gewiesen.
Den Sonntag haben wir bei tollen Wetter draußen verbracht, am Schalkenmehrener Maar. Allein schon der Weg dorthin war ein Highlight, die Kinder gut drauf, wir haben gesungen (A Ramsamsam und "Kleider")  Hochsitze gezählt, viele Tiere und Traktoren gesehen und die Natur beobachtet. Eine Unterhaltung war lustig. Im Wald waren direkt neben der Straße einige Bäume gefällt, ,man sah nur noch die Stümpfe.  Bea fragt: Papa, warum Baum gefallen? Papa (auf spanisch): Die Bäume werden gefällt, weil sie sonst auf die Straße fallen können, wo die Autos fahren. Bea: Ah, dann Unfall. Auto kaputt, neue Auto kaufen!
Mit solchen und ähnlichen Unterhaltungen ging es bis zum Maar, wo wir in einer malerischen Umgebung, die uns sehr an Chile und Puerto Varas erinnerte, ein bisschen spaziert sind. Die Kinder hatten die Pukys (Laufräder) dabei und sind damit vorangeflitzt, um das Maar herum. Bienen, Maulwurfshügel, Pusteblumen, Ameisenhaufen, Libellen und so weiter, sind alles Highlights für die Kinder. in der Natur gibt es so viel zu entdecken. Ein bisschen Tretbootfahren waren wir auch noch, ein toller Familienausflug. Dann noch lecker gegessen, es gab frische Forelle mit Salzkartoffeln und Salat (alles aus der Umgebung), für Marco Spaghetti Bolognese und für die Kinder, nachdem sie mir die Hälfte weggegessen haben, noch Pommes und Eis. Zum Baden war es etwas zu kalt und so sind wir in die nächste Stadt, Daun gefahren, dort gab es eine Kirmes. Kinder begeistert zum Karussell gerannt. Dann durften sie an einer Bude Bälle fischen und als Gewinn gab es Schminke von Barbie. Inzwischen sind Puppen und Barbie interessant. Bis jetzt wollten sie ja gar nichts davon wissen und haben lieber mir Flugzeugen und Autos gespielt. Aber inzwischen ist der Einfluss des Kindergartens bemerkbar. Auch Anna und Elsa sind sehr sehr wichtige Namen. Heute hat Antonia sich im Garten an einer Dorne verletzt und es durfte nur, aber absolut alternativlos, das Pflaster mit Anna drauf. Ich kann die beiden Prinzessinnen immer noch nicht auseinander halten und die Mädels streiten sich regelmäßig, wer Anna und wer Elsa ist. Eine hat blonde und eine rote Haare.
Heute konnte ich endlich etwas ernten im Garten. Die Erdbeeren (Frühe Sorten) sind seit Anfang Juni schon vorbei. Nun kommen die Tomaten, die ersten Kirschtomaten sind rot, die großen brauchen noch etwas. Habe gut ausgedünnt heute und neu abgestützt. Die mexikanischen Minigurken sind heimlich, under cover (unter Blättern) gewachsen und ich habe sie erst jetzt entdeckt. Mal probieren, ich hoffe, sie schmecken gut. Und die ersten Kartoffeln haben wir heute auch geerntet, juhu!
Marco hat inzwischen wieder einen Computer und lädt immer mal wieder Videos hoch. Auf Youtube einfach "Twinz Dad" suchen.

Sonntag, 28. Mai 2017

Der Sommer ist da!

Wir haben dieses Wochenende das wunderbare Sommerwetter genossen. Im Garten wurde der Rasen gemäht, die Jungpflanzen endlich ausgesetzt und die Erdbeeren gegossen. Die Kinder war begeistert von der Idee, den Pool aus dem Keller zu holen. Während dem gesamten Frühstück (mit Papa, auf der Terrasse - Glücksmomente für die Mama) konnten sie nicht stillsitzen, sondern riefen im Minutentakt abwechselnd "Pool, Pool, Pool!" Und so haben wir den ganzen Tag im Garten verbracht. Pool füllen, nass spritzen, sich jagen. Papa hat ihnen ein Zelt gekauft, um das man seine Runden drehen kann. Drinnen verstecken, sich hinlegen, sich wieder abtrocknen, umziehen, Blumen gießen. Eine Freude, so ein Garten. Abends wieder draußen gegessen und nachdem die müden Kinder früh im Bett waren, konnte ich den lauen Abend mit einem kühlen Glas Moselwein und online Shopping verbringen. Ich brauche eine Sommergarderobe, Kleider und Röcke sind es diesmal geworden. Die letzten Jahre war ja nicht so viel los mit Sommer und in Holland habe ich immer in klimatisierten Büros gearbeitet, wo das Jahr über konstant 21° sind. Nun ist das anders. Unsere Klimaanlage ist das offene Fenster. Deshalb: Sommeroutfits fürs Büro besorgen. 
Achso, Marco arbeitet seit dem letzten Blogeintrag die Wochenende und abends in einem Restaurant. D.h. Familienzeit haben wir recht wenig und die Wochenenden verbringe ich mit den Mädels. So gestalte ich die Freizeit, wie sie mir gefällt. Natürlich gibt es meist viel Hausarbeit zu tun, aber diese Woche hatten wir ja den Feiertag (wo Marco selbstverständlich arbeitet), so dass ich da schon einiges machen konnte und das Wochenende einfach nur in vollen Zügen genießen. Keine Verpflichtungen, keine Aufgaben, nur Spaß haben und die Kinder bei Laune halten. Das geht recht einfach, sie haben viel Platz, es ist was los und sie dürfen spielen und entdecken. Genug essen sollte man auch da haben. Am liebsten möchten sie Gummibärchen, Eis und Pommes. Das sind die Zauberwörter hier, die man mehrmals pro Tag und mit viel Emotion hört. Und wehe, jemand spricht davon in anderen Zusammenhang, da schrecken sie sofort auf. Naja, ich komme sehr gut ohne zurecht. Meistens koche ich einmal und dann gibt es entweder Brot oder das, was Papa gekocht hat.
Diesen Freitag habe ich früh Schluss gemacht, frei nach dem Motto - Freitag nach eins, jeder macht seins. So Brückentage sind eh sehr ruhig im Büro. Ich würde es fast schon als Date bezeichnen. Marco und ich konnten 2 Stunden lang ungestört uns unterhalten. Wir saßen auf der Terrasse vom Alten Bahnhof in Polch, wo Marco sonst arbeitet. Dort gibt es einen großen Spielplatz, von dem die Kinder begeistert sind. Das ist ihr Lieblingsziel. Sobald zuhause Langweile aufkommt, wird sogleich "Polch Fa" gefordert ("Fa"=Spielplatz) Sie davon wegzubekommen, ist sehr schwierig, es gibt immer lauten Protest "nein Mama nicht Hause. Ich Polch bleiben" So richtig entrüstet. Naja, der Spielplatz ist auch toll, sie können da schaukeln (geht alleine inzwischen), Seilbahn fahren (Bea kann ganz alleine, Antonia bestimmt auch, wenn wir noch 2-3 Mal gehen) . Also die Kinder schön am spielen und wir konnten in Ruhe sitzen, etwas trinken und uns unterhalten. Keine Ablenkung, keine Pflichten, einfach nur Zeit füreinander. Das gibt es sonst selten. Ich genieße diese Moment, das lädt die Akkus wieder auf. Bald kommt auch unser Urlaub, da freue ich mich schon sehr drauf. Noch 2 Wochen, dann gehts los!
Vielleicht kommt bis dahin auch das neue Auto an, was ich bestellt habe. Ich hoffe, dass es uns gefällt. 

Heute waren wir im Freibad. Ein toller Tag zusammen. Die Mädels schlafen, sie sind heute schon vor 7 aufgestanden und waren 3 Mal im Wasser. So viel, wie sie da hüpfen, schwimmen, tauchen und rutschen, wundert es mich, wenn sie überhaupt aufwachen. Werde mal versuchen, sie zu wecken. 

Sonntag, 12. Februar 2017

Great weekend

Meine Mädels und ich haben uns ein tolles Wochenende gemacht. Marco war kaum zuhause, er arbeitet jetzt. Es macht Spaß, mit den beiden unterwegs zu sein und die Welt zu entdecken. Wir gehen einfach so spazieren und freuen uns an den kleinen Dingen, die Kindern eben so auffallen: rote Beeren am Busch, das Plätschern unterm Gullideckel, eine Katze, die vorbei läuft. Als erstes rufen sie sich gegenseitig. Anto nennt Bea "Mani" und Bea nennt Anto "Bebbe". Zwischendrin kommt auch häufig "Mama, guck!" oder das allseits beliebte "HÄ??" Am Samstag sind wir aufgewacht und Antonia war ganz aufgeregt und erzählte was von "weiß". Ich habs erst nicht kapiert (die Kinder brabbeln viel vor sich hin, ohne das ein Außenstehender etwas davon verstehen könnte), bis ich wie sie aus dem Fenster geschaut habe : Schnee. Es lagen bestimmt 5 cm und so sind wir nach unserem Frühstück gleich nach draußen, gut eingepackt und mit den 2 Schlitten im Schlepptau. Erst einmal eine kleine Schneeballschlacht, Figuren in den Schnee malen und in Schneehaufen hineinspringen. Eine große Freude macht die Natur es den Kindern, wenn es schneit. Letztes Mal waren sie so beeindruckt, dass sie während der Autofahrt minutenlang erzählt haben "Auto weiß, Haus weiß, Hund weiß, Katze weiß, Mann weiß, Baum weiß, Gras weiß, Fisch weiß, Dach weiß, Klakelah weiß... " (Klakelah ist Pferd). Wir haben also viel gesehen, einen kleinen Schneemann gebaut und waren rodeln. Gut, dass Mama eine Tasche mit frischen Handschuhen. warmem Tee und einem Snack dabei hatte.
So konnten wir den Morgen an der frische Luft genießen. Zuhause haben wir zusammen gekocht, die Mädels helfen beim Schälen, essen ein paar Möhren und warten geduldig, bis es fertig ist. Auf Antonias Wunsch gab es keinen Reis "bääh", sondern Nudeln "Lecker". So goldig, dass sie seit letztem Wochenende "lecker" sagen können. Sie probieren alles und dürfen dann bewerten "lecker" oder "nicht lecker". Natürlich sind, wie bei Kindern in diesem Alter, die Bewertungen nicht ewig gültig, sondern meist so ca. 30 Sekunden, bis wieder etwas passiert und man es sich anders überlegt oder schon wieder vergessen hat, was man da eben gesagt hat. Noch kann ich sie ganz gut beeinflussen, sie hören gut zu und lernen gern von uns. Man muss nur wissen, wie man etwas verpackt, um sich als Erwachsener durchzusetzen. Ich vermeide die direkte Konfrontation gerne, da Schreien und Kind-weinen-hören nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört und außerdem viel Energie raubt. Also lässt man sich etwas einfallen und sucht geduldig neue Wege, um seinen Wunsch durchzusetzen. So hatten wir ein harmonisches und angenehmes Wochenende.
Putzen und Bügeln ist allerdings mangels Motivation ausgefallen.
Heute waren wir im Schwimmbad, sie haben sich vorbildlich verhalten und hatten viel Spaß beim Hüpfen, tauchen und sich im Wasser bewegen. Nur Antonia war eine Weile beleidigt, weil sie ins große Becken wollte, aber Bea und Mama nicht. Das Schwimmbad hier ist im Moment sehr beliebt hier, wir waren dieses Jahr schon 5 oder 6 Mal da. Es ist modern und zum Wohlfühlen. Die Kinder lernen so gerne neue Bewegungen im Wasser und probieren immer mehr aus. Sie tauchen Dinge vom Boden, wo sie gerade so stehen können, machen Rolle unter Wasser und springen rein. Antonia am liebsten vom Startblock im großen Becken. Ganz ohne Angst springt sie rein und schwimmt sogar selbst zurück zum Beckenrand. Wir sind so unglaublich stolz auf sie. Bea stößt sich ab und macht 3-4 Schwimmzüge, um zu Mama zu kommen, das klappt gut. Und sie sind so sicher im Wasser, drehen sich jetzt auch manchmal auf den Rücken und schauen, was passiert. Ganz toll, so ein schönes Schwimmbad so nah zu haben.

Den Nachmittag habe ich damit verbracht, das Fahrrad und den Anhänger wieder zum Laufen zu bekommen. Eine kleine Spritztour haben wir uns nicht nehmen lassen. Ich sags euch: Fitnessstudio kann man sich sparen, wenn man in Mayen Fahrrad mit Anhänger und 30 kg Kind fährt. Ich musste manchmal absteigen, weil es zu steil war. Auf dem Rückweg war dann nur Fahrtwind genießen und bremsen angesagt.

Achso, einen Mittagsschlaf machen die beiden nur noch in Ausnahmefällen. Wenn ich da bin, schonmal gar nicht. Marco schafft es wohl manchmal (vielleicht 1-2 Mal die Woche), dass sie schlafen. Gestern hat es kurz nach dem Mittagessen -ich war noch beim Aufräumen- wieder angefangen zu schneien. Anto hat nur gefragt "Garten?" und nachdem ich ja gesagt hatte, stand sie ein paar Minuten später komplett angezogen draußen und hat sich die Schneeflocken in den Mund schneien lassen. Sie ist so selbständig, hat es ohne einen Mucks geschafft, Gummistiefel, Schneehose, Jacke, Schal, Handschuhe und Mütze (und alles richtig) anzuziehen. Sie macht einfach ihr Ding. Ich stand erst erstaunt da, aber nachdem Bea dann auch Lust bekommen hat, nach draußen zu gehen (wie immer, meistens ist Antonia diejenige, die zuerst Initiative ergreift), habe ich mich, nachdem ich sie angezogen hatte (Bea lässt sich gerne helfen)  auch aufgerafft und bin mitgegangen. Wir haben dann noch 2 Schneemänner im Garten gebaut.





Sonntag, 15. Januar 2017

Schnee

Seit letzter Woche schneit es hier. Die Mädels sind begeistert. Schon an Silvester haben sie bei Oma und Opa draußen spielen können. Schneeballschlacht haben sie auch schon gemacht.
Da wir ja Silvester bei Freunden auf einer Hütte im Schwarzwald verbracht haben, konnten wir jetzt aber den Schnee genießen. Am ersten Schneetag war ich abends mit einem Kunde essen und konnte nicht bei der Familie sein. Morgens haben wir zuerst nach draußen geschaut, noch ein bisschen schlaftrunken, aber dann kam sofort Begeisterung: "weiß, weiß!" Nun ist nach dem Aufwachen immer der erste Weg zum Fenster. Einmal habe ich die beiden zum Kindergarten gebracht. Wir sind gelaufen. Autofahren war bei so einem Schneefall keine gute Idee. Dicke Schneeflocken kamen von oben. Die Kinder legen den Kopf legen den Kopf in den Nacken, schauen hoch und wollen mit dem weit geöffneten Mund den Schnee fangen. Wir haben über eine halbe Stunde zum Kindergarten gebraucht. 800 m. So viel zu entdecken. Spuren von Hunden. Andere Kinder und Menschen auf dem Weg. Auf die Ampel warten. Beide müssen drücken. Es gibt einen kleinen offenen Kanal, in dessen Wasser man wunderbar Schneestücke schmeißen kann und ihnen dann hinterher laufen. Handschuhe an, Nase putzen, Mütze rutscht runter, Schuh geht auf, Rucksack verrutscht. Bea möchte generell keine Handschuhe anziehen, sondern steckt ihre Hände in die Jackentasche. So dann den Berg herunterrennen... Oder sie möchte an Mamas Hand. Ich muss aber meinen Handschuh ausziehen, damit ihre Hand warm bleibt... Im Kindergarten wissen sie genau, wohin alles gehört, die Jacken, die Schuhe, die Handschuhe alles hat seinen Platz. Sie rennen begeistert in ihren Gruppenraum, wo morgens der Tisch gedeckt ist. Sie haben ein Vesper dabei. Zuerst suchen sie ihren Untersetzer (mit Foto) für ihre Tasse. Ihre Freundin Alexandra erwartet sie und hilft beim Einschenken etc. Mama ist sowieso abgemeldet, sobald wir die Türschwelle des Kindergartens überqueren. Von Bea bekomme ich noch einen Abschiedskuss, Antonia dreht sich weg und ist schon vertieft in den Ablauf. Der Kindergarten ist ein toller Raum für sie, zum spielen, erleben, sich entwickeln. Wir sind einfach nur glücklich, so schnell einen Platz bekommen zu haben und dass die Kinder sich so wohlfühlen. Alles ist super dort. Sie sind noch nicht einmal krank gewesen, nur je 1 halber Tag leichtes Fieber, kurz vor Weihnachten.
Am Freitag waren wir noch kurz rodeln. Ich bin extra im Hellen nach Hause gekommen. Hinter unserem Haus gibt es einen kleinen Berg von Schüttgut, kleine Steine. Mit dem Schnee darauf ein perfekter Abhang für die ersten Rodelversuche. Die roten, runden Rutscher von Oma und Opa wurden ausprobiert. Das ging sehr gut, bis der Schnee an allen Seite abgenutzt war. Beatrice hat zwar fleißig neuen Schnee herangeschafft (super Schaufel, so ein Rodel), aber irgendwann wollte sie dann "hause". Antonia "nein, nicht hause". Wie immer. Naja wir haben uns dann geeinigt. Auf das, was Mama wollte. Die nicht so eine gute Schneeausrüstung hat. Die Jogginghose ist nicht besonders warm. Also: morgen neue Schneehose kaufen, beim Lidl sind die im Angebot.
Samstag schneite es weiter, nach Frühstück und ein bisschen Haushalt sind wir zusammen mit Papa zur "hohen Acht" gefahren, einer Rodelpiste neben dem Nürburgring. Landschaftlich sehr ansprechend, allein schon der Weg dorthin durch den Wald, an Gebirgsbächen, weißen Feldern und kleinen Dörfern vorbei. Wie man in so einer Einsamkeit leben kann... Bis zum nächsten Supermarkt über eine halbe Stunde Auto fahren. Keine Bäckerei in 20 km Umkreis.
Es war ein schöner Tag im Schnee, bald kam auch die Sonne heraus.
Und heute mit Oma und Opa (heiß ersehnt, seit 4 Tagen wird immer lautstark nach Momapopa verlangt) waren wir nochmal rodeln. Haben uns einen schönen Familientag gemacht, am Tisch mit Knete, Memory und Domino gespielt und uns von Opas lecker frisch gekochtem Essen verwöhnen lassen. Ein schönes Wochenenende!

Sonntag, 11. Dezember 2016

Adventszeit

Schöne Weihnachtszeit! Wir genießen die Wochenende als Familie. Zuhause haben wir uns wunderbar weihnachtlich eingerichtet, die Wohnung ist geschmückt mit Lichterketten, Tannenzweigen, Dekoration und Weihnachtspyramide. Auch den Mädels gefällt es, sie helfen beim Schmücken und freuen sich jedes Mal mit glänzenden Augen, wenn sie das Licht vom Rentierschlitten anschalten dürfen. Ein Highlight ist immer wieder die Weihnachtspyramide. Schon morgens im Bett heißt es "drehen, drehen" (weil sich ja die Figürchen darin drehen). Damit warten wir bis abends, bis es dunkel wird. Gut, dass es 8 Kerzen gibt, so können beide gleich viele auspusten.
Eingeläutet wurde die Adventszeit mit einem vorweihnachtlichem Familientreffen mit Fondue-Essen in Edingen, zusammen mit den Schweizer Verwandten. Ich hatte am ersten Advent schon Kekse gebacken und als Nachtisch mitgenommen, zusätzlichen zu einer "kleinen" Auswahl der Kekse, die ich geschäftlich verkaufe. Gemütlich am großen Tisch, alle sitzen zusammen und erzählen, das ist schön.
Es war mal wieder tolles Wochenende, wir alle freuen uns sehr, da zu sein und die Batterien wieder aufzuladen. Die Kinder freuen sich, Oma und Opa zu sehen und die besondere Aufmerksamkeit. Häufig gehen sie schwimmen, wovon sie begeistert sind. Antonia schwimmt schon ganz gut mit dem Schwimmgürtel und probiert viel aus. Beide planschen unglaublich gerne und bewegen sich gerne im Wasser.
Ich hatte eine ruhige Woche, war nur im Büro, ohne auswärtige Termine. Das erste Mal, seit ich vor 3 Monaten angefangen habe. Die Woche davor habe ich im Osten Deutschland verbracht und mit die 2 Fabriken angeschaut. Sehr interessant. Ein tolles Erlebnis, zu sehen, wie Erfrischungsstäbchen (Kindheitserinnerungen!) und andere Leckereien hergestellt werden. Die Prozesse, die Menschen, die Erfahrung, das Handwerk, dafür habe ich jedes Mal mehr Respekt. Es war ein gute Woche mit viel Zeit im Auto und ohne die Kinder zu sehen. In anderen Momenten wird man dafür mehr als entschädigt:
Dieses Wochenende hatten wir Freunde aus Holland zu Besuch, ein spanisches Pärchen mit ihren kleinen Jungs. Wir waren zusammen in Koblenz, auf dem Weihnachtsmarkt. Kinder und Erwachsene hatten viel Spaß und haben die weihnachtlichen Eindrücke genossen. Abgesehen davon, dass es sehr voll war an so einem 3. Adventssamstag, haben wir viel gesehen, guten Glühwein getrunken (Dornfelder im Weinglas!), Waffeln am Stiel gegessen und die Kinder haben endlose Runden im Karussell gedreht. Abends saßen wir gemütlich zusammen in unserem Wohnzimmer.
Heute haben wir draußen zusammen mit den Nachbarskindern gespielt, zusammen zu Mittag gegessen. Marcos Nachos mit Käsesauce uns Salat haben allen geschmeckt. Nachdem der Besuch weg war, haben die Mädels und ich Mittagsschlaf gemacht. Beim Buch lesen im großen Bett sind wir einfach eingeschlafen. Abends haben wir noch zusammen gebacken.


Montag, 21. November 2016

Mayen

Wir sind gut angekommen in Mayen und haben uns inzwischen eingelebt. Seit 3 Monaten sind wir nun in Deutschland und freuen uns sehr. Wir sind hier glücklich und haben es noch keine Sekunde bereut, Holland verlassen zu haben. Es gibt nichts, was wir von dort vermissen. Selbst das Meer nicht. Hier gibt es so schöne Natur, das Maifeld leuchtet jetzt im Herbst in den schönsten Farben. Es gibt Wald, Felder, Naherholungsgebiete, Seen, Flüsse. Ein bisschen von der Umgebung haben wir schon entdeckt.
Mayen selbst bietet mit seiner Genovevaburg, dem lebhaften Marktplatz und der Altstadt ein schönes Flair. Der weitbekannte Lukasmarkt im Oktober ist ein Publikumsmagnet für jung und alt. Es ist ein Volksfest mit langer Tradition, welches 10 Tage lang hier in der Stadt stattfindet. Da wir in fußläufiger Umgebung wohnen, waren wir zusammen mit den Kindern häufige Besucher.
Auch die Kinder fühlen sich in Deutschland sehr wohl. Sowohl die Sprache als auch die Nähe zu Oma, Opa und Freunden, kommt ihnen entgegen.
Auch dieses Wochenende waren wir in Edingen, zum Entspannen und Genießen. Mein Job ist recht anstrengend, gerade in der Einarbeitungsphase. Morgen und auch die nächsten Tage gibt es wieder richtig viel zu tun, deswegen mache ich nun Schluss und hoffe, bald weiter bloggen zu können.

Samstag, 20. August 2016

Last day

Abschied nehmen... Das ist bei uns seit ein paar Wochen angesagt. Wir packen Kisten, sortieren aus, bereiten die Wohnung auf den Auszug vor, organisieren den Umzug und die Einrichtung der neuen Wohnungen. Schritt für Schritt, immer mit etwas beschäftigt. Die Wohnung wird immer leerer, die Türme gefüllter Kisten immer höher.
Abschied nehmen von Freunden, Bekannten, noch ein letztes Mal sich treffen, Spaß haben und die Zeit Revue passieren lassen. Viele tolle Erinnerungen, ein langer Weg.
Vor fast 5 Jahren nun kamen wir in Holland an, jeder mit einem Koffer, den Kleidern am Körper und einer Portion Abenteuerlust. Nach knapp 3 Jahren in Chile sollte das das Land unserer Zukunft sein. Wir haben uns eingelebt, viel entdeckt und sind gemeinsam den Weg gegangen. Nun auf in ein "neues", altes Land. In das Land, wo wir in unsere erste gemeinsame Wohnung gezogen sind. Wo wir die ersten gemeinsamen Freundschaften geschlossen haben, uns näher kennengelernt und endgültig füreinander entschieden haben. Nun geht es also zurück. Es ist ein Neuanfang für uns, ein geplanter und gewünschter. Wir haben lange mit dem Gedanken gespielt, uns aber nie entschieden. Es war ja alles gut soweit hier. Um alles aufzugeben, muss es sich schon lohnen und viele Faktoren sollten stimmen. Es ist dann doch sehr schnell gegangen. Ein toller Job, der alle Erwartungen erfüllt bzw. übertrifft. Standorttechnisch gesehen auch interessant. Nach Kiel oder Dresden wäre ich jetzt nicht gezogen. Es sollte schon näher an meinem Elternhaus sein als Den Haag. Nicht unbedingt mitten im Ruhrgebiet, eher etwas außerhalb von größeren Städten und am liebsten eher südlich. Das hat klappt, unsere nächste Stadt ist MAYEN.
Am Montag geht es los. Nun noch ein letztes Wochenende hier.

Sonntag, 31. Juli 2016

Umzugsplanung

So, der Mietvertrag ist unterschrieben. Es geht ja bald nach Deutschland für uns. Ich habe einen tollen Job gefunden und so ziehen wir wieder "in die Heimat". Für die Kinder sicher das Beste, so sind sie näher bei Familie .Und das Bildungssystem gefällt uns besser als in Holland. Mit nur zwei Sprachen sind die Chancen, dass sie diese gut und richtig lernen, besser.
Wir waren ja in Holland eigentlich nur beruflich bedingt. Ansonsten gefällt uns das Land zwar, aber Deutschland bietet einiges mehr. Nun hat sich die berufliche Chance ergeben und wir haben die Entscheidung getroffen. Wir freuen uns auf das Neue, was da kommt.
Nun sind wir mit der Umzugsplanung beschäftigt. Ein Datum festlegen, Küche planen und bestellen und die Kinder währenddessen versorgt wissen.
noch ca. 3 Wochen hier in Holland...
wir genießen die zeit und den Sommer. Packen Kisten, renovieren, misten aus.

Sonntag, 17. Juli 2016

Dieses Wochenende

Dieses Wochenende war toll!
Freitag waren wir zusammen im Freibad, den Sommertag genießen. Ich bin ein paar Bahnen geschwommen, das Wasser war herrlich frisch und man kam gut voran. Mit den Mädels war ich im weniger tiefen Becken, wo sie vor Freude gesprungen sind. Sie hüpfen durch das ganze Schwimmbad, probieren aus, wie tief es wird, heben die Absperrung hoch, gehen untendrunter durch. Sich gegenseitig nass spritzen ist natürlich das Highlight und wenn Mama eine große Fontäne macht, hört das Lachen gar nicht mehr auf.
Mit Schwimmflügeln probieren sie gerne aus, wie es geht und machen sogar kleine Schwimmbewegungen mit den Beinen.
Auf der Wiese kann man spielen, ich hatte einen Ball dabei und frisch geschnittene Melone und Käsestangen. So hatten wir einen perfekten Familiennachmittag.

Samstag morgen zu Ikea, um Inspiration für unsere neue Wohnung, besonders für die Küche zu bekommen. Wir haben uns informiert, wie das funktioniert und uns schon ein paar Gedanken gemacht, was uns gefällt und was wir gerne möchten. Ikea hat einen Küchenplaner, wo man alles am PC durchspielen kann, was man gerne möchte. Damit habe ich angefangen und zuhause haben wir, während des Mittagsschlafes, weitergemacht. Inzwischen haben wir sogar einen ersten Entwurf fertig, wie wir es uns vorstellen. Auch über Fronten, Griffe und Arbeitsplatte sind wir uns einig. Das ist sicher der erste Schritt und auf dem Weg zur definitiven Bestellung wird sich sicher noch einiges ändern, aber der Prozess ist begonnen und wir sind sehr zufrieden damit.

Nachmittags war ich mit den Kindern auf dem Fahrrad noch auf dem Bauernhof, Tiere streicheln, spielen und viel laufen.

Heute haben wir den Morgen mit einer Grundreinigung der Wohnung verbracht. Alle Hausarbeit ist erledigt.
Dann Besuch von Mara, Carlos und Ben. Gemeinsam zu Mittag gegessen und später noch zum Bauernhof.

Alles toll im Moment!!!

Samstag, 30. April 2016

März & April 2016

Im März habe ich eine Woche mit den Kindern in Deutschland verbracht. Das war ein schöner Urlaub für uns. Oma und Opa haben uns verwöhnt und ich habe mal nicht an die Arbeit gedacht. Das Auto musste repariert werden und die Abwicklung über die deutsche Werkstatt war einfacher als in Holland. Es war für mich das erste Mal, dass ich alleine mit den Kindern so weit fahre, bis dahin waren wir nur mal in Amsterdam gewesen, das ist ja noch nicht mal eine Stunde. Aber es hat wunderbar geklappt. Ich hab alles ins Auto gepackt, die Kinder waren müde für Mittagsschlaf und sind erst wieder aufgewacht, als wir über die Grenze waren. Dann haben sie noch eine gute Stunde ruhig rausgeguckt, bevor ich Pause gemacht habe. An unserer altbekannten Raststätte können sie klettern, rutschen, durch das kleine Waldstück rennen. Auch der Rest der Fahrt ging wunderbar, die Kinder waren einfach nur brav. Wahrscheinlich die Vorfreude auf Oma und Opa. Wir hatten eine tolle Woche im Familienleben. Waren auf dem Mathaisemarkt (schon die Fahrt mit der OEG war ein Highliht), in Mannheim in der Stadt, im Schwimmbad in Neckarhausen, im Luisenpark. Viel mit den Pukys unterwegs gewesen. Der Umstieg von den Kleinen zu den Großen ging doch recht fix. Sie hatten sie ja zu Weihnachten bekommen, aber da waren noch die vierrädrigen Puky Wutschs interessant, da man auf denen das Gleichgewicht nicht halten muss. Aber innerhalb von 2 Wochen haben sie es sehr gut gelernt, auf 2 Rädern zu fahren, Kurven, Bremsen, Puky parken, wenden, alles klappt super. Mit Papa haben sie viel geübt. Er nimmt sie gerne mit auf den Skatepark, wo geschwindigkeitstechnisch alles herausgeholt wird. Überall muss das Puky mitgenommen werden. selbst, Wenn wir nur runter zum Auto gehen, ohne Puky geht nichts. Inzwischen ist diese Phase auch wieder vorbei, im Moment laufen sie gerne. Den Wagen nutzen wir gar nicht mehr so häufig, nur zum Einkaufen ist er praktisch, weil man da alles reinpacken kann. Aber die Kinder bleiben nicht länger als nötig drin sitzen. Immerhin akzeptieren sie ihn noch.

Jetzt im April war Marco für 10 Tage in Chile. Sein Opa hat gesundheitliche Schwierigkeiten und hat sich gewünscht, seinen Enkel nochmal zu sehen. Eine intensive Zeit für die Familie, wo der Zusammenhalt in den Mittelpunkt rückt. Er ist also spontan geflogen, seine Schwester kam und hat ein paar Tage auf die Kinder aufgepasst, während ich tagsüber gearbeitet hab. Mit ihrer Tochter waren wir 5 Mädels im Haus. Wir haben es uns gemütlich gemacht, schön zusammen gegessen, entspannt auf dem Sofa gelegen, zum Strand gegangen. Ein paar schöne Tage, in den man den Alltag ganz anders erlebt.
Dann hatte ich eine Woche mit den Kindern alleine. Die Woche, in der sie in der Schule angefangen haben. Wir nennen es Schule, weil es im Schulgebäude stattfindet. Es ist schwierig zu beschreiben, es ist eine Sprachförderung für die Kinder, in deren Elternhaus kein holländisch gesprochen wird. Vom Ablauf und der Organisation her ist es ähnlich wie Kindergarten. Eine Gruppe von ca. 12 Kindern mit 2-3 Betreuern. Stuhlkreis, Vorlesen, Singen, Aktivitäten, draußen spielen, gemeinsam am Tisch sitzen. Es sind 2 Vormittage und 2 Nachmittage in der Woche, je 3 bzw. 2 Stunden.
Für uns bedeutet das zunächst einmal eine andere Struktur im Alltag, der nun "fremdbestimmt" ist. Früh aufstehen, sich schnell fertig zu machen, ohne gemütlich zu kuscheln und den Tag langsam zu beginnen. Diesen Teil machen die Kinder erstaunlich gut mit. Auch als ich sie geweckt habe, was wir ja sonst gar nicht machen, weil die Damen da ziemlich allergisch darauf reagieren, haben sie sich bereitwillig anziehen lassen, zügig und fleckenlos gefrühstückt und dann sind wir los ins Auto. Die Fahrerei ist ziemlich nervig, es dauert mindestens 20 Minuten morgens, jede Ampel ist rot und natürlich viel Verkehr in der Stadt. Aber wir behalten die Ruhe und die Kinder laufen freudig aufs Schulgelände, sobald wir ankommen. So süß, wie sie beide mit ihren Mäntelchen hineinstürmen. Sie kennen den Weg schon und gehen direkt in ihren Raum. Auf mich warten sie nicht einmal. Auch der Abschied war easy, ich war wohl nervöser als die Kinder, die vertieft gespielt haben und es wahrscheinlich gar nicht direkt mitbekommen hätten, dass ich weg bin. Gerade deshalb wollte ich es ihnen bewusst machen, damit sie besser begreifen, was passiert und auch Vertrauen zu den Betreuerinnen aufbauen können. Am ersten Tag hab ich erst noch ein paar Informationen bekommen und durfte die erste halbe Stunde dabei sein. Wie gesagt, ging der Abschied für die Kinder sehr gut. Ich konnten mich nicht so recht loslösen und blieb im Schulgebäude, arbeitete vom Handy aus und schaute alle halbe Stunde mal wieder rein durchs Fenster. Kinder haben ruhig gespielt, jede mit ihren eigenen Dingen beschäftigt. So ging der erste Tag schnell vorbei, Kinder hatten ihren Spaß.
Auch bei denen nächsten Malen ging alles reibungslos, es fühlt sich alles natürlich an. Das ist der Platz für die Kinder, sie fühlen sie dort wohl und gehen gerne hin. Da kann man als Eltern stolz sein.
Nun lernen sie viel, ihr Verhalten ändert sich, sie wollen viel erzählen, sind selbständiger geworden, wollen und können mehr alleine machen. Eine Freude, ihnen dabei zuzusehen.