Samstag, 19. Oktober 2013

Der erste Monat



Beatrice links und Antonia rechts. 


Es ist unglaublich, meine Babys sind schon einen Monat alt. Gestern war der 18. Oktober. Es ist unglaublich, wie die beiden gewachsen sind. Habe Fotos angeschaut von den ersten Tagen und Wochen und es ist ein sehr großer Unterschied. Die ersten Strampler (meine Lieblings, die Marco gekauft hat und die Antonia so gut standen, für Beatrice waren sie schnell zu klein) passen schon nicht mehr und müssen aussortiert werden. Ich will eine Kiste machen, wo alle Erinnerungen aufbewahrt werden, zum Beispiel die Fußbändchen, die Mützchen, die erste Flasche etc.
Den Babys geht es gut, sind sind richtig schwer. Antonia konnte man anfangs gut mit einer Hand hochheben, aber das ist jetzt unmöglich und bei Beatrice braucht man zwei kräftige Arme und Hände, damit man sie nehmen kann. Nachts, wenn ich noch schläfrig bin, ist das schwierig, da muss ich aufpassen, dass sie mich nicht aus dem Gleichgewicht bringt. Die Klamotten, die vorher weit waren, sitzen jetzt eng und bald steigen wir auf die nächste Größe um. Sie nehmen gut zu, Beatrice wiegt schon fast vier Kilo und Antonia dürfte bei 3,7 liegen. Das ändert sich ja von Tag zu Tag. In der letzten Woche hat es mit dem Stillen nicht geklappt, von einem Tag auf dem anderen hat es nicht mehr funktioniert und ich hatte Schmerzen dabei. Deswegen haben wir umgestellt und auch Flasche gegeben. Gut, dass wir schon das Milchpulver zuhause hatten. Aber auch aus der Flasche tranken sie nicht gut. Bis ich dann bei der Sprechstunde vom Consultatiebureau war, da wurde uns empfohlen, ein anderes Modell auszuprobieren. Das habe ich besorgt bei der Drogerie und jetzt klappt es besser. Aber auch das Stillen funktioniert jetzt, nachdem wir bei einer Stillberatung waren und gute Tipps bekommen haben. Es war ein sehr informatives und gutes Gespräch und seit dem trinken sie beide wieder an der Brust, das ist erleichternd für mich, ich dachte schon, es wäre irgendwas mit ihnen.
Anfangs, die ersten drei Wochen, hatten wir den folgenden Rhythmus:
Frühmorgens zwischen 6 und 8 gab es die erste Fütterung, wir schlafen weiter bis um 10 oder 12, bis die Babys wieder aufwachen. Da gibt es dann wieder Milch und wir ziehen um ins Wohnzimmer, wo wir sie auf die Couch in ihre Ecke legen. Weil sie dann schlafen, haben wir Zeit, uns fertig zu machen: Duschen, anziehen, frühstücken, ein bisschen Ordnung machen, Haushalt erledigen. Das nächste Mal wachen sie so zwischen 15 und 17 Uhr auf, sind vielleicht ein bisschen aktiv, schauen durch die Gegend oder schreien ein bisschen, weil sie verdauen. Das ist ja eine Aufgabe, die der Körper erstmal bewältigen muss. Und das wachsen natürlich, sie sind wohl gute Futterverwerter, weil viel von den zugeführten Kalorien in Wachstum geht und nicht wieder unten herauskommt. Dann gibt es um 20 Uhr nochmal Milch, wir essen vorher oder nachher zu Abend, je nachdem, wann sie aufwachen. Abends um 0:00 wollen wir sie ins Bett bringen, manchmal baden wir noch davor, weil wir hoffen, dass sie dann besser schlafen. Meistens klappt es so gut, aber in der letzten Woche, als sie nicht aus der Brust tranken, wussten wir nie, ob sie noch hungrig sind und wieviel Milch sie wirklich brauchen. Da waren sie dann nach der Flasche ruhig und zufrieden, aber nach einer Weile Wachsein haben sie wieder geschrien und dann müssen wir uns beeilen, die nächste Flasche zu machen. Dann weiß man aber nie, wieviel Hunger sie haben, ob sie nur ein paar ml trinken und dann einschlafen oder ob noch einmal eine große Menge reinpasst. Zwischen 20 und 120 ml war alles schon dabei. Dazwischen muss man dann noch Bäuerchen machen. Mit zwei Babies schon eine Herausforderung, gerade wenn es spät abends ist und wir eigentlich schlafen wollen. Aber das passiert nicht so häufig und wir versuchen natürlich immer, die beiden kennen zu lernen und zu verstehen, wie sie funktionieren und wie wir sie am besten glücklich machen.
Das ist das Spannendste, jeder Tag ist anders, sie haben immer Überraschungen für uns und wir freuen uns, so viel Zeit mit ihnen zu verbringen und sie beobachten zu können. Oft schauen wir ihnen auch beim Schlafen zu, weil sie da so süß sind. Das Aufwachen dauert meist eine Weile, sie recken und strecken sich, quietschen, öffnen die Augen für einen Moment und dann fallen sie wieder zu, um dann noch ein paar Minuten weiter zu dösen. Einfach knuddelig. Manchmal nehmen wir sie auch auf den Arm, wenn sie nicht zur Ruhe kommen können und versuchen, sie zu beruhigen. Besonders Marco ist sehr gut darin. Er ist sowieso ein sehr guter Vater, er kümmert sich alles, wickelt (obwohl er früher immer sagte, dass er das, wenn überhaupt, nur mit Gasmaske erledigen kann), füttert, deckt sie zu, bringt sie mir, spielt und kuschelt mit ihnen wie ein Weltmeister. Er genießt es, ihnen nahe zu sein und sie natürlich auch. Es ist das Schönste, Vater und Tochter zusammen zu sehen.

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Endlich zuhause!

Es ist herrlich, endlich zuhause zu sein. Unser eigenes Reich! Wir haben alles so gut vorbereitet und jetzt können wir es nutzen. Vorher war die Wohnung ja ein bisschen leer und auch zu groß für uns zwei. Jetzt sind wir so froh daru, hier zu wohnen. Genug Platz, alles schön geräumig, hell und offen, die Heizung funktioniert gut, das Bad ist groß etc, alles auf einer Etage, kein Treppensteigen, einfach super! Meine Kaiserschnittnarbe hat mir noch ein paar Tage zu schaffen gemacht und insgesamt war ich auch schwach, musste mich schonen und kann immer noch nichts anstrengendes machen, darf nichts heben etc.
Aber hier zuhause haben wir alles, was man sich wünschen kann und Marco hilft mir bei allem super. Gerade Babies herumtragen, darin ist er gut. Er reicht sie mir an, wenn ich sie stillen will und nimmt sie mit zum Wickeln, danach bringt er sie mir wieder und spricht die ganze Zeit liebevoll mit ihnen. Wir sind einfach so glücklich hier, wir haben die zwei süßesten Mädels der Welt und könnten sie stundenlang anschauen. Sie schlafen natürlich viel, aber wir merken schon, wie sie jeden Tag ein bisschen länger wach sind, unsere Aufmerksamkeit wollen und sich interessiert umschauen. Auch wenn sie nicht interagieren und auch nicht viel wahrnehmen. Wir nutzen die Zeit, um ganz viel zu kuscheln, mit ihnen zu spielen und zu sprechen. In diesem Alter müssen sie einfach nur wachsen und süß sein. Und das kriegen sie gut hin. Das Stillen klappt gut, da bin ich sehr glücklich darüber, denn es ist sehr erfüllend. Auch sonst machen alle Tätigkeiten Spaß, wir sind einfach den ganzen Tag für diese beiden kleinen Wesen da, das ist das Tollste, was uns passieren konnte.

Mit Antonia auf dem Sofa

Dienstag, 1. Oktober 2013

Die erste Zeit im Krankenhaus

Nach der OP musste ich noch eine Weile im Aufwachraum liegen bleiben. Dabei wollte ich doch so schnell wie möglich meine Babies sehen! Wusste aber, dass sie bei Marco in guten Händen sind und dass es ihnen gut geht. Ein Pfleger hängte 3 Fotos von ihnen an den Infusionsschlauch, so konnte ich sie die ganze Zeit anschauen. Die Schmerzen waren nicht so schön und ich war ziemlich benebelt. Nach etwa 3 Stunden wurde ich dann endlich auf die Station gebracht und konnte meine beiden richtig begrüßen. Sie sind so klein!

 Antonia links und Beatrice rechts. 
Sie sind einfach perfekt. Zwei unglaublich hübsche Mädchen, die uns viel Freude bringen. Sie schlafen die ganze Zeit und weinen nie. Mit dem Stillen klappt es gut, sie trinken gut, auch wenn sie nach einer Weile einschlafen. Dann bekommen sie noch Zusatzmilch, damit sie gut an Gewicht zulegen. Laut Definition sind sie ja frühgeboren, denn sie kamen bei SSW 36+5 zu uns. Und sie sind ja wirklich nicht besonders groß. Im letzten Ultraschall wurden beide mit 2,5 kg berechnet. Wie ungenau diese Berechnungen sind...

Auf jeden Fall freuen wir uns unglaublich, dass sie gesund und fit sind. Marco hilft viel beim Wickeln und Flaschegeben und kümmert sich auch noch um mich, er ist sehr stolz auf mich. Außerdem kümmert er sich um alle sozialen Kontakte und verkündet die Neuigkeit. Ich muss mich ja erstmal erholen. Nach 2 Tagen ging es mir noch nicht besser, sondern es ging eher bergab, hoher Blutdruck, sehr großer Bauch, Ödeme, alles geschwollen. Es wurden jede Menge Untersuchungen gemacht, die Nacht durch, mehrmals Blut abgenommen und am Tag dann Ultraschall, Röntgen und CT. Damit wurde ein Darmverschluß diagnostiziert. Da musste ich erstmal durch, das hat ein paar Tage gedauert. Ich durfte nichts essen und trinken, bekam eine Magensonde und so schöne Behandlungen wie Einlauf etc. Insgesamt waren es 5 Tage, in denen ich nicht aufgestanden bin, sondern nur im Bett lag, angeschlossen an die diversen Schläuche, kein schöner Zustand. Der Besuch von Maps und Paps, den frisch gebackenen Großeltern, hat mich sehr gefreut, allerdings konnte ich nicht viel machen und sie haben sich natürlich Sorgen gemacht um mich. Eine Nacht ist Marco geblieben und hat sich um die Kleinen gekümmert, weil es mir zu schlecht ging und ich sie nicht stillen konnte. Ab Sonntag war ich dann über den Berg, konnte das erste Mal aufstehen, habe endlich mal wieder geduscht und hab mich wie neu geboren gefühlt.
Die Magensonde wurde herausgenommen und nach und nach durfte ich dann wieder trinken, Flüssiges essen und die Medikamente waren nicht mehr notwendig. Schritt für Schritt ging es also besser mit mir, insgesamt war ich 1 Woche im Krankenhaus. Es war schön, umsorgt zu werden, es gab großartige Hebammen, z.B. Miranda und Patricia, die sehr viel Einsatz gezeigt haben und mir mit allem geholfen haben. Wir haben viel gelernt in dieser Woche, haben alles gefragt, was wir wissen wollten, über Baby-Handling. Sehr kompetente Ansprechpartner hatten wir und so haben wir uns wohl gefühlt im Krankenhaus. Es gab einen Knopf und immer, wenn ich bei etwas Hilfe braucht, konnte ich ihn drücken und es kam jemand, mit einem Lächeln auf den Lippen und war für mich da. Die Babies konnte ich ja die ersten
5 Tage lang nicht alleine herausheben, weil ich nicht aufstehen konnte, da musste sie mir immer jemand anreichen. So lagen sie in ihren Bettchen, ganz brave Mädchen.


Zweimal hatten sie in der Nacht Bauchkrämpfe und mussten lange weinen. Das tat mir sehr leid, weil ich nichts für sie tun konnte. Aber dafür sind die Krankenschwestern da, die haben sie mitgenommen ins Babyzimmer und haben sich um sie gekümmert, so dass ich schlafen konnte. Das war auch notwendig, damit ich wieder genesen konnte. Und dann war es soweit, die Ärzte konnten mich entlassen. Wir haben uns natürlich gefreut, aber sind auch ein bisschen nervös gewesen, denn nun hieß es, dass wir uns allen Herausforderungen allein stellen mussten. Zuhause gibt es keine Hilfe und alle Fragen haben wir vorher noch gestellt, um sicher zu sein, was wir wie am besten machen können. Dann haben wir alles soweit vorbereitet, das Zimmer ausgeräumt - seltsames Gefühl, nach einer Woche auszuziehen.
Ein Abschiedsgeschenk hatten wir auch vorbereitet, das haben wir der Hebamme überreicht und uns so verabschiedet. Es war wirklich eine angenehme Woche gewesen - abgesehen von meiner komplizierten Situation, haben wir uns gut aufgehoben und wohl gefühlt. Der Start ins Leben der beiden ist geglückt und nun kam der 2. große Schritt, das unabhängige Leben zuhause. 
Hier der stolze Vater auf der Schwelle der Station, auf dem Weg in die Freiheit. Es war ein unglaubliches Gefühl, zusammen nach Hause zu fahren, einfach pures Glück. Unsere kleine Familie, vereint, auf dem Weg in das richtige Leben. Im Krankenhaus ist man eben doch abgeschirmt und wie in einer Blase. Für mich war es ein Erlebnis, wieder an der frischen Luft zu sein, Autos, die Straße etc zu sehen, die vielen Menschen, die alle ihren Weg gehen und keiner ahnt, wie glücklich wir sind. Es ist unfassbar, wie schön es ist.


Montag, 30. September 2013

Die Babies sind da!

18.9.2013
Antonia Adriana Velásquez Piesch 14:36 *2.330 g
Beatrice Edith Velásquez Piesch 14:37 *2.855 g

Geburtsbericht: 
Am 18.9.2013 sind unsere beiden Schätze geboren. Am Tag vorher waren wir noch gemütlich Sushi essen, da wir die Zeit zu zweit genießen wollten und für den 18. Termin hatten zur Einleitung. Dann ist aber doch alles von alleine gegangen. Ich habe Fruchtwasser verloren und wir sind ins Krankenhaus gegangen, um alles abzuchecken. Dort wurde CTG geschrieben - das Erste, richtig spannend für uns und man sah Wehen alle 10 Minuten. Ich sollte vorsorglich die Nacht dableiben, falls noch etwas passiert. Und so war es auch, ich lag 5 Minuten im Bett - es war 23:30 - und dann ist die eine Fruchtblase wirklich geplatzt, es hat sich angefühlt wie eine Explosion in mir drin. Ich wurde in den Kreissaal gebracht, ans CTG angeschlossen und die Kanüle wurde gelegt. Und ab da ging es richtig los, ständig Wehen und zwar richtig stark. Ich dachte immer, dass es Wehenpausen gibt, wo man entspannen kann und zu Kräften kommen. Haha, wie lustig. Das hatte ich so gut wie gar nicht, es hat einfach die ganze Zeit weh getan und ich musste mich auf die Schmerzen konzentrieren. Eine Position zu finden, die am wenigsten weh tut, war die schwierigste Aufgabe. Gut, dass ich meinen Gymnastikball dabei hatte, das hat einigermaßen geholfen. So ging es 10 Stunden, die Nacht durch. Die Aussicht aus dem Krankenhaus ist herrlich, man schaut über die ganze Stadt und so konnten wir den Sonnenaufgang sehen. Das natürlich nur am Rande der Geburt. Ungefähr um halb elf sollte ich dann anfangen zu pressen, die Ärzte haben mich dabei gut unterstützt. Ich hatte mich schon gefreut, meine Mädchen in 1-2 Stunden in den Händen zu halten. Allerdings hat sich während 3 Stunden Presswehen nicht viel getan. Beatrice hatte ihre Hand am Ohr und wollte sich so auf den Weg machen, hat aber damit den Ausgang versperrt und konnten nicht richtig in den Geburtskanal rutschen. Die Ärzte haben versucht, die Finger zurückzuschieben, aber erfolglos. Und so wurde dann entschieden, einen Kaiserschnitt durchzuführen, da weiteres Pressen keinen Sinn mehr machte. Also wurde alles vorbereitet und ich nach unten gebracht. Allerdings hat es eine Weile gedauert, bis der OP fertig war und ich musste noch viele Wehen durchstehen im Liegen. Als Narkose hatte ich mich für Spinalanästhesie entschieden, damit ich wach sein kann und auch Marco dabei sein kann. Der Anästhesist war nicht besonders vorsichtig, musste es bestimmt 4 mal versuchen, bis die Nadel richtig saß. Aber dann stellte sich sogleich ein herrliches Gefühl ein, denn alle Wehenschmerzen waren auf einmal weggeblasen. Von der Brust abwärts hatte ich kein Gefühl mehr, der Vorhang wurde aufgespannt, Marco kam dazu und es ging los. Wir haben uns unterhalten, wie es sich anfühlt, den man spürte, dass "da unten" etwas passiert und der Tisch hat sich bewegt. Nach einer Weile hörten wir einen Schrei, das wunderbare Babyschreien von unserer kleinen Antonia. Sie wurde über den Vorhang gehoben und wir konnten sie das erste Mal sehen. Irgendjemand sagte aus Spaß "Es ist ein Junge". Marco ist mit den Ärzten und Antonia nach draußen gegangen und gleich kam auch Beatrice hinterher. Ich war erstmal alleine, aber eine Krankenschwester hat mir Bilder von den beiden gezeigt auf einer Digitalkamera. Nach kurzer Zeit kam Marco mit den beiden Babies zu mir und ich konnte sie begrüßen, ihnen Küsschen geben und ein bisschen kuscheln. Das war das schönste Gefühl, einfach unglaublich. 



Samstag, 14. September 2013

Vorbereitungen

Die Tage, die wir zusammen haben, d.h. wenn Marco frei hat, unternehmen wir immer etwas zusammen. Meistens sind wir unterwegs und besorgen noch irgend etwas für die Wohnung, besonders fürs Kinderzimmer. Sind also oft am einrichten. 
Zuletzt waren wir mit dem Flur beschäftigt: Angefangen haben wir mit streichen und dann haben wir nach und nach die Möbel gekauft und installiert: Bank, Garderobe, Schuhschrank, Blumen, Dekoration. 
Im Kinderzimmer sind wir auch gut vorangekommen und es ist inzwischen fertig. Die einzelnen Schritte waren: 
  • Vorhänge kaufen, waschen, bügeln, kürzen, aufhängen
  • Möbel richtig aufstellen
  • Kommode besorgen (Ikea), Verlängerung dranbauen (Hornbach)
  • Regal aufhängen
  • Dekoration (Bilder) besorgen, da sind wir auf einem Flohmarkt fündig geworden hier in Wateringen
  • Mobiles besorgen und anbringen
  • Möbel einräumen (dazu mussten wir auch noch einiges besorgen, Windeln z.B.)

Spielzeug werden die Kleinen am Anfang ja nicht wirklich haben, aber Mobiles sind gut geeignet, die schauen sie dann bestimmt fasziniert an. Kuscheltiere haben wir auch schon, aber die sind fast so groß wie die Babies selbst... Zwei Rasseln und ein Raschelbuch haben wir besorgt, damit kann man sie am Anfang bestimmt unterhalten. So sieht also das Zimmer jetzt aus: 
Eigentlich wollen wir ein Bett in unser Schlafzimmer stellen, dass wir sie bei uns haben in den ersten Wochen. Das wurde uns empfohlen und macht auch Sinn, für die Eingewöhnungsphase, bis wir uns kennen gelernt haben und wir einen gewissen Rhythmus gefunden haben. Dann können sie auch alleine (ohne uns) in ihrem Zimmer schlafen. Das ist soweit der Plan.
Das Zimmer ist also fertig und wartet nur auf seine neuen Bewohner.
Wir waren in der Zwischenzeit im Krankenhaus und haben uns die Station angeschaut. So sind wir schon einmal vertraut mit der Umgebung und wissen, wie alles abläuft. Eine Krankenschwester hat sich Zeit genommen für einen Rundgang und hat uns alles gezeigt, vom Kreissaal bis zu den Zimmer, begleitet von vielen Erklärungen und auch alle unsere Fragen konnte sie beantworten. Das war auf jeden Fall ein wichtiger Schritt, sich das anzuschauen. Außerdem waren wir dann noch bei einem Informationsabend, das war auch recht interessant. So wissen wir inzwischen Bescheid, wie alles funktioniert und auf was wir uns einstellen müssen.


Ansonsten sind wir viel unterwegs, z.B. bei Leuten, wo wir noch Kleinigkeiten gebraucht kaufen können, da kann man sich auch immer nett unterhalten und wir kriegen gute Tipps zum Leben mit Kleinkindern. Zum Beispiel haben wir noch mehr Kleidung besorgt, damit wir gut eingedeckt sind, auch in der Klinik. Erstmal habe ich alles, was wir haben, sortiert und dann haben wir die Garnituren zusammengestellt, die wir mitnehmen wollen und die für den Anfang passend sind. Gar keine leichte Aufgabe. Aber inzwischen sind wir gut eingedeckt. Hierzu ein Video.

Gouda

Vor zwei Wochen waren wir in Gouda, das liegt etwa eine halbe Stunde entfernt und ist eine süße Kleinstadt mit einem alten gotischen Rathaus. Wir hatten erst in Den Haag nach Möbeln geschaut - ich wollte noch eine zweite, größere Wickelkommode, so dass wir die schmale im Bad stehen lassen können. In Den Haag haben wir nichts gefunden und sind deswegen weiter gefahren, in Gouda waren wir in verschiedenen Geschäften, unter anderen auch im Babypark, einem großen Babyfachgeschäft, sind aber nicht fündig geworden. Aber der Tag war natürlich gemütlich und wir haben es unglaublich genossen, zu zweit unterwegs zu sein und die letzten Sonnenstrahlen des Sommers zu genießen. Wir machen das alles in unserem Rhythmus, bummeln ein bisschen und lassen es uns gut gehen. Natürlich ist laufen anstrengend und ich muss immer wieder Pause machen, aber Marco ist sehr rücksichtsvoll und geduldig. Außerdem übernimmt er viele bzw. so gut wie alle Aufgaben und bringt alles voran. Ich werde verwöhnt und er kümmert sich darum, dass es mir immer gut geht.

Sonntag, 8. September 2013

Besuch

Ende August bekamen wir Besuch aus Deutschland, meine Tante und Cousine aus Stuttgart waren bei uns. Mit einem gemütlichen Essen auf unserem Balkon (mediterranes Gemüse mit Schweinelende) haben wir sie willkommen geheißen. Auch die nächsten drei Tage haben wir es uns kulinarisch gut gehen lassen: morgens immer ausgiebig gefrühstückt mit frischen Brötchen und Früchten und abends dann etwas von Marcos Kunstwerken. Die Tage haben wir diversen Ausflügen verbracht: Erst haben wir uns Den Haag angeschaut, das Zentrum, mit den verschiedenen Kirchen und Gebäuden, den "Binnenhof", wo das Parlament sitzt. Dann waren wir noch in Scheveningen am Strand, haben uns den Friedenspalast angeschaut und auf dem Heimweg ein Eis gegessen in Wateringen (bei uns um die Ecke). Am nächsten Tag haben wir die Maeslantkering, ein riesiges Sturmflutwehr, angeschaut und konnten uns so ein Bild davon machen, was "Wassermanagement" in den Niederlanden bedeutet. Sehr interessant dargestellt wird alles im Besucherzentrum in Hoek van Holland. An dieser "Ecke von Holland" gibt es auch einen schönen Strand, wo wir uns niedergelassen haben und das erfrischende Nordseewasser schwimmend genießen konnten. Das Wetter war nämlich perfekt an diesem Tag. Zum Abschluß haben wir noch eine Hafenrundfahrt mit dem Katamaran gemacht und haben so den künstlich angelegten Teil des Rotterdamer Hafens gesehen, die großen Schiffe, Landungsbrücken und Containerterminals. Abends waren wir im Hafen von Scheveningen essen und haben auch noch das internationale Feuerwerk angeschaut, welches an dem Tag stattfand.  
Am Samstag haben wir uns auf den Weg gemacht zu den Mühlen von Kinderdijk, wo man einerseits die schöne niederländische Landschaft genießen kann, so wie wir vom Fahrrad aus, als auch eine Mühle von innnen sehen, um ihre Funktionsweise zu begreifen. Es war sehr interessant, sich damit auseinanderzusetzen und diesen Teil der Kultur kennen zu lernen. Auch haben wir einen Film geschaut, wo noch einmal ausführlich über die Mühlen und ihre Geschichte erzählt wurde. 
Außerdam haben wir eine Bio-Käserei besucht und leckeren Käse eingekauft. Den Nachmittag haben wir in Delft, einer kleinen schönen Stadt, verbracht und dort das Zentrum zu Fuß erkundet. 

Samstag, 31. August 2013

August

Den 1. August, offiziell den Beginn meines Mutterschutzes, haben wir gebührend ausgenutzt mit einem Tag am Strand. Herrliches Wetter, 30 °, gute Gesellschaft, grillen, Musik hören, chillen, in der erfrischenden Nordsee schwimmen... Was will man mehr? Wenn das Wetter mal so gut ist, muss man das ausnutzen. Es gibt wenige Tage, die schön sind, bis in den Juli hinein hat es viel geregnet und über 22 ° war es selten, ganz im Gegensatz zu Deutschland. Den Juli habe ich ja "allein" in Büro verbracht, ohne Niels, meine Schwangerschaftsvertretung, da er in Peru ist zur Ausbildung. Auf der Arbeit waren die letzten Wochen entspannt, ich habe versucht, immer laufen zu gehen mittags und früh Schluß zu machen. Und in der Freizeit nicht zu arbeiten. Das klappt alles super und so gehts mir sehr gut. Auch von zuhause aus habe ich ein gearbeitet, die Verantwortung hört ja nicht auf, aber wir haben es gut hingekriegt und Niels unterstützt mich auch sehr, indem er vieles übernimmt. Das ist natürlich super für mich, so kann ich mich auf die Schwangerschaft auch konzentrieren und sie genießen. Wie gesagt, läuft alles wunderbar.






Dann kam der Besuch aus Deutschland! Die Babybetten wurden von meinen Eltern persönlich geliefert. Sie haben sich, die Betten, Matrazen, Liegestuhl, sowie weitere Geschenke und Zubehör, in den Mitsubishi Colt gequetscht und sind die ganze Strecke hierher gefahren, um uns alles zu übergeben und auch ein Wochenende in Holland zu verbringen. Das haben wir gemütlich angehen lassen, mit viel Baby-Talk, Zusammensitzen und Schwätzen. Natürlich kam auch das gute Essen nicht zu kurz. Am Strand waren wir, auch wenn es ziemlich windig war. Außerdem haben wir in Den Haag unterwegs und haben den Friedenspalast angeschaut. Ein wunderschönes Wochenende also im der Familie. 

Am Sonntag war für die beiden die Heimfahrt angesagt und ich habe mich entschieden, auch mitzukommen. Auch wenn ich Bedenken hatte wegen der langen Fahrt und der Rückfahrt dann alleine. Aber die 6 Stunden gingen schnell vorbei und wir sind wohlbehalten angekommen. Dann ging eine Woche Urlaub los. Zuhause zu sein, ist einfach herrlich. Man kennt sich aus, es ist alles da, Auto zur Verfügung, keine Verpflichtungen, kein Stress, verwöhnt werden.... Ein bisschen gearbeitet habe ich schon, aber freiwillig und entspannt, am Morgen ein Stündchen und nachmittags Telefonate. Alles nach meinem Rhythmus, selbstbestimmt ist das Beste. Freundinnen konnte ich auch noch treffen und hatte eine wunderschöne Woche. Gemütlich, entspannt und doch voller Unternehmungen: Treffen zum Mittagessen, Schwimmbad, Picknick, Fahrrad fahren, Onkel und Tante sehen.. Samstag waren wir nach Stuttgart eingeladen, für einen "Mädelstag", nur Frauen. Es gab selbstgemachten Kuchen von Angela, sehr lecker (Pflaumenkuchen und Johannisbeerkuchen, ganz frisch), medizinische Behandlung, Stadtbummel durch Stuttgart, Pizzaessen und jede Menge Unterhaltung. Also ein toller Tag unter Frauen. 
Sonntag war dann zuhause, mein Bruder und seine Freundin kamen, wir haben selbstgemachte Spätzle gegessen, wie immer, mein Lieblingsessen. Den Nachmittag haben wir Tabu-spielend (haben alle Karten durchgemacht) auf dem Balkon verbracht und mit einem Eis bei Leone beendet. Richtig schön harmonisch. Montag war dann noch Treffen mit Freunden angesagt, richtig schön, bevor es mit dem Zug wieder Richtung Holland ging. Ich hatten mir genau den richtigen Platz reserviert und kam bequem und ausgeruht an. Wieder zuhause zu sein, ist auch ein schönes Gefühl. Am nächsten Tag noch einmal ins Büro, Niels begrüßen, über seinen Aufenthalt in Peru sprechen und mich von den Kollegen verabschieden. Das war das Programm. Und dann ging die freie Zeit so richtig los: 

Mittwoch Tag am Strand und unterwegs in Den Haag mit Kanika. Zum Scheveningen-Programm gehören der Besuch beim Friedenspalast, Fisch essen bei Simonis, am Strand relaxen und Eis essen dazu. Sie hat Henna-Farbe aus Indien mitgebracht und meinen Bauch damit verziert. Schön ist es geworden, oder? Marco bekam ein Tattoo auf der Hand.  Auch wieder ein wunderschöner Tag, der viel zu schnell zu Ende ging. Wie auch sonst, genieße ich die Schwangerschaft, es ist alles gut und ich bin fit. Es macht sogar richtig Spaß, schwanger zu sein, es ist alles viel entspannter, man nimmt sich Zeit, hat keinen Stress und tut nur die Dinge, auf die man Lust hat. 
Es kamen dann auch ein paar Tage ohne Besuch, die wir eher zuhause verbracht haben. Es gibt immer etwas zu tun und wir haben mehrere Projekte, z.B. Flur streichen und einrichten, Möbel kaufen, Babyzimmer vorbereiten usw. Daran arbeiten wir gemeinsam und kommen auch immer weiter voran. Stück für Stück wird die Wohnung immer schöner und wir fühlen uns noch wohler. Es macht natürlich auch jede Menge Spaß, zusammen zu planen, zu überlegen und gemeinsam alles zu besorgen, was notwendig ist. Und dann das Endresultat bestaunen, das ist das Schönste. 

Freitag, 30. August 2013

Juli 2013

Geburtstag

Am 24.7. konnte ich meinen 26. Geburtstag feiern. Den letzten ohne Kinder! Dieses Jahr war das "Feiern" dementsprechend ruhig und gemütlich: Erst war ich im Büro und wurde dort beglückwünscht und beschenkt. War sehr nett, ich gehe ja immer gerne hin und freue mich, so ein nettes Team zu haben, welches die Tage angenehmer macht. Hatte auch einen Kuchen mitgebracht, der allen gut geschmeckt hat. Selbstgebacken! Mit frischen Erdbeeren. Dann noch ein bisschen gearbeitet und früh nach Hause, wo Marco schon mit der Geburtstagstafel auf mich gewartet hat. Torte, Luftballons, Geschenke... herrlich! Habe wunderschöne Ohrringe von Pandora bekommen und auch meine Geburtstagskarten gelesen. Abends waren wir dann in einem schönen Restaurant, dem Rootz Harbour in Scheveningen am Hafen. Ein wunderbarer Sonnentag auf der Terasse ging so bei gutem Essen zu Ende. 


Kleve

Auch als eine Art "Geburtstagsgeschenk" haben wir einen Ausflug unternommen nach Kleve. Das ist die erste Stadt in Deutschland hinter der Grenze. Es dauert ungefähr 2 Stunden, bis man dort ist. Einmal quer durch die Niederlande, mit den wunderbaren Geschwindigkeitsbegrenzungen, 100 und 120 ist das maximale... Da gurkt man ganz schön vor sich hin. Vorallem, wenn samstag früh kein Mensch auf der Autobahn ist... Naja, wir sind es schon gewohnt und machen es uns gemütlich mit Musik, Frühstückspause etc. Der "Zweck" des Ausflugs war einkaufen, und so war unser erstes Ziel Kaufland, unser Lieblingssupermarkt. Mit einem vollen Wagen sind wir ein Stündchen später wieder herausgekommen. Dann noch zu DM, Aldi etc.. Und das Stadtzentrum wollten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. Es ist richtig idyllisch, vor allem bei dem schönen Sommerwetter. Ein gemütliches kleines Städtchem am Berg. Sind durch die Fußgängerzone spaziert und haben noch ein paar Dinge gekauft. Das Auto war so richtig vollgestopft auf dem Rückweg. 




Sonntag, 14. Juli 2013

Update Anfang Juli

Dieser Samstag war schön, entspannt, wie die letzten. Marco arbeitet und geht "früh" aus dem Haus, ich schlafe dann noch weiter, bleibe liegen im Bett und surfe im Internet. Mittags bin ich dann aufgestanden, um zu frühstücken und es mir dann auf der Couch gemütlich zu machen. Nach dem Aufstehen brauche ich erst eine Weile, um auf Touren zu kommen. Unter der Woche ist es super, da hab ichs gemütlich im Büro, trinke meinen Cappuchino und arbeite konzentriert. Sitzen ist super am Vormittag, erst später werde ich fit und bin zu gebrauchen. Nachmittags habe ich dann aufgeräumt und geputzt, was Marco gestern nicht beendet hat. Tut gut, auch mal etwas zum Haushalt beizusteuern und etwas zu tun. Sonst verwöhnt er mich ja sehr und tut alles. Hat sogar schon vorgekocht gestern abend, damit ich das heute nicht tun brauche. So fürsorglich ist er!
Also, die Wohnung ist jetzt blitzblank und wir liegen im frisch bezogenen Bett. So kann der Sonntag kommen!
Auch wenn Marco morgen arbeitet, mal schauen, was ich unternehme. Letztes Wochenende waren wir am Strand, in Katwijk. Morgens hatten wir die Farben fürs Kinderzimmer gekauft und dann sind wir losgefahren, ganz spontan. Wetter war herrlich, Sonne hat geschienen und am Strand kommt so richtiges Urlaubsfeeling auf!
Es ist das erste Mal, dass wir in Holland an einem sommerlichen Strand sind, letzten Sommer waren wir ja in Peru und als wir zurückkamen, gab es keine schönen Tage mehr. Also, man muss die Gelegenheit beim Schopf packen. Wir haben zu Mittag gegessen und hatten einen gemütlichen Nachmittag am Strand. Das Wasser war gar nicht kalt, viele Leute haben gebadet. Nächstes Mal werde ich auch einen Badeanzug mitnehmen und die Nordsee ausprobieren. Bis jetzt haben wir den feinen Sand zwischen den Zehen genossen und natürlich auch dokumentiert, wie der Bauch aussieht.
 Natürlich ist alles anstrengend, lange laufen oder auf den Beinen sein kann ich nicht mehr, muss immer ausruhen nach einer Weile. Und wenn es beim Shoppen in einem Laden keine Rolltreppe oder Aufzug, sondern nur eine normale Treppe gibt, dann überlege ich zweimal, ob ich da wirklich hoch will. Freitag abend ist ja Kopavond in Rotterdam, wo die Geschäfte bis 9 Uhr offen sind, das habe ich schon zweimal ausgenutzt und bin durch die Geschäfte getingelt. Also, mir gehts gut, wollte ein bisschen updaten, damit man sich später an den Alltag ohne Zwillinge erinnern kann. Wie man sieht, genießen wir die Zeit zu zweit, aber natürlich sind auch die Vorbereitungen Vorfreude pur. Die beiden Mädels spielen jetzt schon eine große Rolle in unserem Leben, wir bereiten uns auf sie vor, besprechen einiges und machen uns Gedanken, wie es werden wird. Wir organisieren uns jetzt schon und bringen auch ein gutes Stück Gelassenheit mit, die uns sicher Ruhe und Kraft spenden wird, wenn um uns herum Chaos herrscht. Und dazu wird es sicher kommen, wenn die beiden erstmal da sind.