Samstag, 30. November 2013

Wunschzettel

Das letzte Mal habe ich hier 2009 einen Wunschzettel gepostet, das ist schon eine Weile her. Deshalb hier die aktuellen Wünsche für dieses Jahr:

  • wasserdichte Leichtwanderschuhe, damit ich mit den Mädels auch bei schlechtem Wetter spazieren gehen kann
  • weitere Tassen der Serie "New Wave" von Villeroy & Boch
  • mein Parfum "Magnetism" von Escada
  • eine Kaffeemaschine wäre toll, mit allem drum und dran: Milchschäumer, Mühle, etc..
  • Schuhe/Stiefel, Silberschmuck und schicke Handtaschen kann ich auch gebrauchen
Bis jetzt haben wir noch keinen Weihnachtsschmuck zuhause, ich hab irgendwie (noch?) keine Lust, zu dekorieren. Letztes Jahr musste es aber unbedingt sein, da haben wir sogar noch einen (mini) Weihnachtsbaum besorgt und geschmückt, bevor wir dann nach Deutschland gefahren sind. Und die Lichterkette in Glockenform hat auch immer im Fenster gebrannt. Damals, als wir noch in der Wagenstraat im Zentrum gewohnt haben. 
Mal schauen, ob sich das Schmücken überhaupt noch lohnt, wir fahren ja in 2 Wochen nach Deutschland. Spätestens dort kann ich ja dann die Wohnung weihnachtlich schmücken. 
Kekse backen möchte ich auch noch, hoffentlich komme ich dazu. Wir werden weitere Gäste haben in den nächsten Tagen: 
Morgen kommen Josef und Tony, am Mittwoch Claudia mit ihren Kindern und abends Azhar mit Familie, am Wochenende Jaqueline und Marcelo mit Maja und irgendwann will die Mara auch noch kommen. 
Da ist es immer schön, etwas selbstgemachtes anbieten zu können. Dann werd ich jetzt mal ein gutes Keksrezept suchen. 

Donnerstag, 21. November 2013

Das Leben mit den lieben Mädels

Wir machen uns ein schönes Leben mit den Mädels. Wir hatten einige sehr anstrengende Tage, wo sie nicht in den Schlaf finden konnten und wir auch erst seeehr spät ins Bett kamen. Auch tagsüber wurden wir viel gebraucht, zum Trösten und Kuscheln. Sie waren sehr unruhig und unzufrieden und wir konnten sie nicht immer gut beruhigen. Das tut einem selbst natürlich am meisten leid, wenn das eigene Kind leidet und man nichts dagegen tun kann und ihm nicht helfen kann.
                                                                                       Beatrice                                
Naja, jetzt sind diese Tage vorbei und die beiden sind so unglaublich lieb und zufrieden! Sie beschäftigen sich gerne alleine, schreien gar nicht und sind sehr zufrieden und genügsam. Auch das Einschlafen klappt meistens gut und schnell. So macht es natürlich viel mehr Spaß, wir spielen viel mit ihnen und genießen die Zeit zusammen. Denn es werden auch wieder andere Tage kommen.
Wir waren mit ihnen unterwegs, am Samstag auf einem Geburtstag - ihrem ersten sozialen Event, so viele Menschen auf einmal. An den Lärm haben sie sich nach ein paar Minuten gewöhnt und haben dann ruhig geschlafen. Sind aufgewacht, haben Milch getrunken und haben weitergeschlafen.
Am Sonntag waren wir dann in Amsterdam. Das Autofahren beruhigt sie, vor Allem auf der Autobahn, da haben sie geschlafen. Wir haben eine Reisetasche für unseren Kinderwagen gekauft im Bugaboo-Laden. Dort sind sie aufgewacht, wurden gestillt und wir sind weitergefahren, wollten zum Ikea in Amsterdam. Auf dem Weg sind sie aber unzufrieden geworden und haben angefangen zu schreien. Das bisschen Milch hatte wohl nicht gereicht, sie waren noch hungrig. Da wir in der Stadt im Stau standen, hab ich erstmal eine Flasche gemacht. Es war so ziemlich unmöglich, die dem Kind im Maxicosi zu geben, weil das Auto so klein ist und man gewagte Verrenkungen anstellen muss, um nach hinten zu kommen. Naja, nach ein paar Minuten konnten wir anhalten und da konnte ich sie auf dem Beifahrersitz stillen, bis sie wirklich satt war. Express-Wickeln auf der Rückbank war auch nötig. Tja, als Zwillingseltern lernt man zu improvisieren. Nach diesem Zwischenstopp konnten wir unsere Fahrt fortsetzen. Den Ikea fanden nicht nur die Eltern, sondern auch die Kinder sehr interessant. Sie haben sich aufmerksam umgeschaut und wollten alles sehen und mitkriegen, was da passiert.


Antonia beim Baden in der großen Wanne - ihr hat es richtig viel Spaß gemacht!


Man macht sich ja viele Gedanken über alles, wenn man das erste Mal Eltern wird. Ich schreibe und lese da gerne im Zwillingsforum, weil es da gleichgesinnte Mütter gibt, die unsere besondere Situation verstehen können. Da gibt es gute Tipps für jedes Thema. Mir wurden 2 Bücher empfohlen, die ich bestellt habe, die werden jetzt bei den Stillmahlzeiten gelesen:


  • Babyjahre von Remo H. Largo: die "Bibel" über Babies und ihre Entwicklung
  • Oje, ich wachse von H. van de Rijt & Frans X. Plooij: Über die 8 Sprünge in der Entwicklung in den ersten 14 Monaten. Hier geht es um die verschiedenen Phasen, die Babies durchmachen. Bei jedem Sprung, wo sie wachsen bzw. etwas Neues lernen, werden sie besonders anstrengend und brauchen ihre Eltern mehr. Sehr interessantes Konzept, was einem hilft, über die schweren Zeiten zu kommen. Weil man eben versteht, was gerade passiert mit dem Kind und wie man ihm helfen kann, die Phase durchzustehen. 

So ist mir auf jeden Fall nicht langweilig beim Stillen. Es ist nämlich eine ganz schöne Zeit, die ich auf dem Sofa sitzend verbringe mit einem Kind auf dem Schoß. Und auch nachts bzw. am frühen Morgen haben sie Hunger. Das Angenehme ist, dass ich da im Liegen im Bett stille und manchmal sogar dabei wegnicke. Auf der anderen Seite passiert es auch manchmal, dass ich nach einer Nachtfütterung nicht müde genug bin, um wieder einzuschlafen und dann warte ich sozusagen darauf, dass das nächste Baby wieder aufwacht.
Das Gute ist, dass sie schon wissen, wann Tag und Nacht ist: nachts machen sie kein Drama, sondern wollen nur ein bisschen Milch trinken und schlafen dann direkt wieder ein. Meistens trinken sie sogar mit geschlossenen Augen. Da bin ich echt froh drüber, denn für mehr bin ich in den Nacht nicht zu haben. Da wird auch nicht gewickelt, sondern erst am nächsten Morgen, wenn wir aufstehen. Darauf hat sich die Verdauung der beiden wohl auch eingestellt, denn die Windel hält und es ist noch kein Malheur passiert. Außer mit Pampers: Von diesen Windeln sind wir mehr als enttäuscht und werden sie nicht mehr kaufen. Die, die wir normalerweise nehmen, die Eigenmarke von AH, waren ausverkauft und so haben wir Pampers mitgenommen. Die sind aber ganz schlecht, unserer Meinung nach, laufen aus, alles ist nass. Echt frustrierend, v.A. weil sie ja auch so teuer sind, kosten fast das doppelte von den anderen Windeln. Die von Lidl haben wir auch ausprobiert und die sind gut.

2 Monate alt - Beatrice links und Antonia rechts
Heute wurden sie geimpft. Haben ganz bitterlich geweint und taten uns sehr leid. Nach ein paar Minuten war das aber vorbei und jetzt sind sie wieder normal. Bis jetzt haben wir noch keine Nebenwirkungen entdeckt, wie z.B. Fieber, Unwohlsein, Nörgeln. So haben wir den Tag genutzt, sind durch die Sonne spaziert, haben ihnen neue Klamotten gekauft - sie haben jetzt Größe 62!  - und waren unterwegs. Eine Wickel- und Stillpause haben wir in einem Kindergeschäft eingelegt und schon gings weiter, die beiden schliefen wieder.

Jetzt freuen wir uns auf die diversen Besuche, die in der nächsten Zeit anstehen und dann natürlich auf die Reise nach Deutschland, die wir bereits geplant und vorbereitet haben.

Mittwoch, 13. November 2013

8 Wochen alt

 Beatrice links und Antonia rechts
Die süßesten Babys der Welt sind 8 Wochen alt. Sie wachsen schnell, sind schon richtige Brummer, wiegen inzwischen 5 kg. Das Stillen hat ja seit der 3. Woche nicht mehr geklappt, da haben wir angefangen, auch Fertignahrung in der Flasche zu geben. Das mussten wir erst lernen und sind nicht zu gut damit zurecht gekommen. Ich stille sie schon, nur eben einzeln, das nimmt manchmal viel Zeit in Anspruch, manchmal trinken sie sehr lange und manchmal sind sie nach 10 Minuten schon fertig. Sie sind viel unruhiger als am Anfang, sind viel wach, aktiv, schauen durch die Gegend und am liebsten an die Wand. Sie haben oft Hunger, genießen und brauchen Körperkontakt. Weil vor Allem Beatrice ein kleines Pummelchen ist und wir uns gewundert haben, dass sie so schnell so viele Speckrollen bekommen an, sind wir zum Consultatiebureau und haben uns beraten lassen. Dort wurde uns gesagt, dass sie 750 Gramm in 10 Tagen zugenommen hat. Antonia ähnlich.Wahrscheinlich liegt es daran, dass wir eben nach dem Stillen oder auch zwischendurch, wenn sie unruhig wurden, immer dachten, dass sie noch Hunger haben und ihnen eine Flasche gemacht haben. Das wäre gar nicht nötig gewesen, aber wir können ihre Bedürfnisse eben noch nicht so gut verstehen. Man muss jedes Mal probieren, was es denn diesmal sein könnte, was sie unglücklich macht. Und manchmal ist man eben gar nicht erfolgreich, egal, was man macht. Das ist natürlich sehr schwierig, wenn man sein Kind leiden sieht und nicht weiß, was es hat. Aber das gehört eben auch dazu zum Eltern sein.
Wir machen gerne Ausflüge mit ihnen. Zum Beispiel zu Ikea, da ist ja alles kinderfreundlich, da essen wir dann zu Mittag und drehen eine Runde durch den Laden. Wirklich brauchen tun wir nichts, aber am Ende ist der Wagen trotzdem voll. Die beiden sind lieb, schlafen recht viel und wenn sie unterwegs Hunger bekommen, dann geben wir ihnen die Flasche, das ist unkompliziert, sie sind wieder satt und schlafen weiter.
Ich war auch schon alleine mit ihnen weg, habe Klamotten gebraucht für mich - endlich wieder normale Größe tragen können - und habe sie mitgenommen. Im C&A gibt es eine große Umkleide, da passt sogar der Wagen mit rein und ich konnte nach Lust und Laune alles anprobieren und bin erfolgreich gewesen. Es gibt auch einen Babyfachgeschäft in diesem Shopping Center, wo man übrigens hinlaufen kann in einer guten halben Stunde. In diesem Geschäft gibt es auch einen Wickelraum, den man gut zum Stillen nutzen kann. In anderen Läden habe ich mich einfach umgeschaut und so hatten wir einen tollen und entspannten Tag zu dritt.
Von den bisherigen Besuchern muss ich auch noch erzählen:

  • Cori war für ein paar Tage da und hat mich bei allem begleitet (z.B.Stillberatung) und den ganzen Alltag mitgemacht. Das war toll, sie konnte die Babys genießen und wir hatten eine schöne, entspannte Zeit zusammen. An einem Nachmittag kam Mara dazu und so waren wir 3 Freundinnen vereint und dann noch mit Babys auf dem Arm. Herrlich!
  • Maps kam zu Besuch über den 1. November, sie packt immer überall mit an, das ist eine tolle Hilfe. Wir unternehmen dann etwas zusammen und haben viel Zeit zusammen mit den Babys und zuhause. Auch diesmal waren es schöne Tage. 
  • Josef kam für einen Abend, die Mädels haben geschlafen, wir haben gequatscht und Karten gespielt. Eine schöne Abwechslung und mal andere Themen. 
  • Patricia war am Anfang mal da, sie blieb für einen Nachmittag und ist ganz begeistert von den Kleinen. 
  • Mit unserem Nachbar Olaf haben wir Kaffee getrunken 
  • ein befreundetes Pärchen hat den Abend hier verbracht, wir haben gut gegessen, die Männer haben Fußball geschaut und wir Frauen haben uns Fotos von ihrer Hochzeit und von der Geburt der Mädels angeschaut. Gemütlich wars!

Wir haben auch viele Karten und Geschenke bekommen, süße Strampler zum Beispiel und auch einiges für später. Ein ganz tolles Geschenk kam von unseren CALA-Freunden: Sie haben uns als Überraschung eine DVD geschickt, mit einem selbstgemachten Video, gewidmet an uns, mit vielen Fotos und Ausschnitten von unseren gemeinsamen Unternehmungen. Außerdem hat jeder Einzelne eine Videobotschaft an uns verfasst mit Glückwünschen und Tipps für den Umgang mit Babies. So bekamen wir Grüße aus Brasilien, Berlin, Südafrika und Shanghai und auch noch ein weiteres Paket mit einem Baby-Überlebensset mit u.a. Ganzkörperanzug zum Wickeln, Kopfmobile etc. Eine ganz tolle Idee von tollen Freunden, wir haben uns sehr gefreut.

Die Mädels haben inzwischen das erste Mal gelächelt! Das ist das tollste Gefühl, wenn dein Kind dich anschaut und dabei lächelt. Da wird man für alles entschädigt, jede anstrengende Stunde und jedes Schreien, was man aushält. Dann ist die Welt wieder in Ordnung. Sie haben bis jetzt zwar nur das eine Mal gelächelt, aber hoffentlich bald wieder! Auch sonst sind sie sehr süß, spielen gerne mit uns, haben inzwischen Spaß gefunden an ihrem Mobile und reagieren insgesamt viel mehr auf ihre Umwelt.
Auch das Baden macht ihnen viel Spaß. Dabei entspannen sie sich, selbst wenn sie eben noch Hunger hatten. Manchmal ist es auch notwendig, zu baden, weil die Windel nicht gehalten hat und die ganzen Klamotten dreckig sind. Statt dann hundert Feuchttücher zu verwenden, gönne ich ihnen dann am liebsten ein Ganzkörperbad. Dann sind sie wieder frisch und ich ziehe ihnen etwas Schickes an. Sie sind im Moment zwischen Größe 56 und 62, ich habe schon Sachen nachkaufen müssen. Wir haben ja mehrere Kisten gebrauchte Klamotten (in sehr guter Qualität übrigens) besorgt für den Anfang, aber gewisse Teile fehlen dann und vor Allem ist in der jetztigen Größe einfach alles rosa und da habe ich keine Lust drauf.

Samstag, 19. Oktober 2013

Der erste Monat



Beatrice links und Antonia rechts. 


Es ist unglaublich, meine Babys sind schon einen Monat alt. Gestern war der 18. Oktober. Es ist unglaublich, wie die beiden gewachsen sind. Habe Fotos angeschaut von den ersten Tagen und Wochen und es ist ein sehr großer Unterschied. Die ersten Strampler (meine Lieblings, die Marco gekauft hat und die Antonia so gut standen, für Beatrice waren sie schnell zu klein) passen schon nicht mehr und müssen aussortiert werden. Ich will eine Kiste machen, wo alle Erinnerungen aufbewahrt werden, zum Beispiel die Fußbändchen, die Mützchen, die erste Flasche etc.
Den Babys geht es gut, sind sind richtig schwer. Antonia konnte man anfangs gut mit einer Hand hochheben, aber das ist jetzt unmöglich und bei Beatrice braucht man zwei kräftige Arme und Hände, damit man sie nehmen kann. Nachts, wenn ich noch schläfrig bin, ist das schwierig, da muss ich aufpassen, dass sie mich nicht aus dem Gleichgewicht bringt. Die Klamotten, die vorher weit waren, sitzen jetzt eng und bald steigen wir auf die nächste Größe um. Sie nehmen gut zu, Beatrice wiegt schon fast vier Kilo und Antonia dürfte bei 3,7 liegen. Das ändert sich ja von Tag zu Tag. In der letzten Woche hat es mit dem Stillen nicht geklappt, von einem Tag auf dem anderen hat es nicht mehr funktioniert und ich hatte Schmerzen dabei. Deswegen haben wir umgestellt und auch Flasche gegeben. Gut, dass wir schon das Milchpulver zuhause hatten. Aber auch aus der Flasche tranken sie nicht gut. Bis ich dann bei der Sprechstunde vom Consultatiebureau war, da wurde uns empfohlen, ein anderes Modell auszuprobieren. Das habe ich besorgt bei der Drogerie und jetzt klappt es besser. Aber auch das Stillen funktioniert jetzt, nachdem wir bei einer Stillberatung waren und gute Tipps bekommen haben. Es war ein sehr informatives und gutes Gespräch und seit dem trinken sie beide wieder an der Brust, das ist erleichternd für mich, ich dachte schon, es wäre irgendwas mit ihnen.
Anfangs, die ersten drei Wochen, hatten wir den folgenden Rhythmus:
Frühmorgens zwischen 6 und 8 gab es die erste Fütterung, wir schlafen weiter bis um 10 oder 12, bis die Babys wieder aufwachen. Da gibt es dann wieder Milch und wir ziehen um ins Wohnzimmer, wo wir sie auf die Couch in ihre Ecke legen. Weil sie dann schlafen, haben wir Zeit, uns fertig zu machen: Duschen, anziehen, frühstücken, ein bisschen Ordnung machen, Haushalt erledigen. Das nächste Mal wachen sie so zwischen 15 und 17 Uhr auf, sind vielleicht ein bisschen aktiv, schauen durch die Gegend oder schreien ein bisschen, weil sie verdauen. Das ist ja eine Aufgabe, die der Körper erstmal bewältigen muss. Und das wachsen natürlich, sie sind wohl gute Futterverwerter, weil viel von den zugeführten Kalorien in Wachstum geht und nicht wieder unten herauskommt. Dann gibt es um 20 Uhr nochmal Milch, wir essen vorher oder nachher zu Abend, je nachdem, wann sie aufwachen. Abends um 0:00 wollen wir sie ins Bett bringen, manchmal baden wir noch davor, weil wir hoffen, dass sie dann besser schlafen. Meistens klappt es so gut, aber in der letzten Woche, als sie nicht aus der Brust tranken, wussten wir nie, ob sie noch hungrig sind und wieviel Milch sie wirklich brauchen. Da waren sie dann nach der Flasche ruhig und zufrieden, aber nach einer Weile Wachsein haben sie wieder geschrien und dann müssen wir uns beeilen, die nächste Flasche zu machen. Dann weiß man aber nie, wieviel Hunger sie haben, ob sie nur ein paar ml trinken und dann einschlafen oder ob noch einmal eine große Menge reinpasst. Zwischen 20 und 120 ml war alles schon dabei. Dazwischen muss man dann noch Bäuerchen machen. Mit zwei Babies schon eine Herausforderung, gerade wenn es spät abends ist und wir eigentlich schlafen wollen. Aber das passiert nicht so häufig und wir versuchen natürlich immer, die beiden kennen zu lernen und zu verstehen, wie sie funktionieren und wie wir sie am besten glücklich machen.
Das ist das Spannendste, jeder Tag ist anders, sie haben immer Überraschungen für uns und wir freuen uns, so viel Zeit mit ihnen zu verbringen und sie beobachten zu können. Oft schauen wir ihnen auch beim Schlafen zu, weil sie da so süß sind. Das Aufwachen dauert meist eine Weile, sie recken und strecken sich, quietschen, öffnen die Augen für einen Moment und dann fallen sie wieder zu, um dann noch ein paar Minuten weiter zu dösen. Einfach knuddelig. Manchmal nehmen wir sie auch auf den Arm, wenn sie nicht zur Ruhe kommen können und versuchen, sie zu beruhigen. Besonders Marco ist sehr gut darin. Er ist sowieso ein sehr guter Vater, er kümmert sich alles, wickelt (obwohl er früher immer sagte, dass er das, wenn überhaupt, nur mit Gasmaske erledigen kann), füttert, deckt sie zu, bringt sie mir, spielt und kuschelt mit ihnen wie ein Weltmeister. Er genießt es, ihnen nahe zu sein und sie natürlich auch. Es ist das Schönste, Vater und Tochter zusammen zu sehen.

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Endlich zuhause!

Es ist herrlich, endlich zuhause zu sein. Unser eigenes Reich! Wir haben alles so gut vorbereitet und jetzt können wir es nutzen. Vorher war die Wohnung ja ein bisschen leer und auch zu groß für uns zwei. Jetzt sind wir so froh daru, hier zu wohnen. Genug Platz, alles schön geräumig, hell und offen, die Heizung funktioniert gut, das Bad ist groß etc, alles auf einer Etage, kein Treppensteigen, einfach super! Meine Kaiserschnittnarbe hat mir noch ein paar Tage zu schaffen gemacht und insgesamt war ich auch schwach, musste mich schonen und kann immer noch nichts anstrengendes machen, darf nichts heben etc.
Aber hier zuhause haben wir alles, was man sich wünschen kann und Marco hilft mir bei allem super. Gerade Babies herumtragen, darin ist er gut. Er reicht sie mir an, wenn ich sie stillen will und nimmt sie mit zum Wickeln, danach bringt er sie mir wieder und spricht die ganze Zeit liebevoll mit ihnen. Wir sind einfach so glücklich hier, wir haben die zwei süßesten Mädels der Welt und könnten sie stundenlang anschauen. Sie schlafen natürlich viel, aber wir merken schon, wie sie jeden Tag ein bisschen länger wach sind, unsere Aufmerksamkeit wollen und sich interessiert umschauen. Auch wenn sie nicht interagieren und auch nicht viel wahrnehmen. Wir nutzen die Zeit, um ganz viel zu kuscheln, mit ihnen zu spielen und zu sprechen. In diesem Alter müssen sie einfach nur wachsen und süß sein. Und das kriegen sie gut hin. Das Stillen klappt gut, da bin ich sehr glücklich darüber, denn es ist sehr erfüllend. Auch sonst machen alle Tätigkeiten Spaß, wir sind einfach den ganzen Tag für diese beiden kleinen Wesen da, das ist das Tollste, was uns passieren konnte.

Mit Antonia auf dem Sofa

Dienstag, 1. Oktober 2013

Die erste Zeit im Krankenhaus

Nach der OP musste ich noch eine Weile im Aufwachraum liegen bleiben. Dabei wollte ich doch so schnell wie möglich meine Babies sehen! Wusste aber, dass sie bei Marco in guten Händen sind und dass es ihnen gut geht. Ein Pfleger hängte 3 Fotos von ihnen an den Infusionsschlauch, so konnte ich sie die ganze Zeit anschauen. Die Schmerzen waren nicht so schön und ich war ziemlich benebelt. Nach etwa 3 Stunden wurde ich dann endlich auf die Station gebracht und konnte meine beiden richtig begrüßen. Sie sind so klein!

 Antonia links und Beatrice rechts. 
Sie sind einfach perfekt. Zwei unglaublich hübsche Mädchen, die uns viel Freude bringen. Sie schlafen die ganze Zeit und weinen nie. Mit dem Stillen klappt es gut, sie trinken gut, auch wenn sie nach einer Weile einschlafen. Dann bekommen sie noch Zusatzmilch, damit sie gut an Gewicht zulegen. Laut Definition sind sie ja frühgeboren, denn sie kamen bei SSW 36+5 zu uns. Und sie sind ja wirklich nicht besonders groß. Im letzten Ultraschall wurden beide mit 2,5 kg berechnet. Wie ungenau diese Berechnungen sind...

Auf jeden Fall freuen wir uns unglaublich, dass sie gesund und fit sind. Marco hilft viel beim Wickeln und Flaschegeben und kümmert sich auch noch um mich, er ist sehr stolz auf mich. Außerdem kümmert er sich um alle sozialen Kontakte und verkündet die Neuigkeit. Ich muss mich ja erstmal erholen. Nach 2 Tagen ging es mir noch nicht besser, sondern es ging eher bergab, hoher Blutdruck, sehr großer Bauch, Ödeme, alles geschwollen. Es wurden jede Menge Untersuchungen gemacht, die Nacht durch, mehrmals Blut abgenommen und am Tag dann Ultraschall, Röntgen und CT. Damit wurde ein Darmverschluß diagnostiziert. Da musste ich erstmal durch, das hat ein paar Tage gedauert. Ich durfte nichts essen und trinken, bekam eine Magensonde und so schöne Behandlungen wie Einlauf etc. Insgesamt waren es 5 Tage, in denen ich nicht aufgestanden bin, sondern nur im Bett lag, angeschlossen an die diversen Schläuche, kein schöner Zustand. Der Besuch von Maps und Paps, den frisch gebackenen Großeltern, hat mich sehr gefreut, allerdings konnte ich nicht viel machen und sie haben sich natürlich Sorgen gemacht um mich. Eine Nacht ist Marco geblieben und hat sich um die Kleinen gekümmert, weil es mir zu schlecht ging und ich sie nicht stillen konnte. Ab Sonntag war ich dann über den Berg, konnte das erste Mal aufstehen, habe endlich mal wieder geduscht und hab mich wie neu geboren gefühlt.
Die Magensonde wurde herausgenommen und nach und nach durfte ich dann wieder trinken, Flüssiges essen und die Medikamente waren nicht mehr notwendig. Schritt für Schritt ging es also besser mit mir, insgesamt war ich 1 Woche im Krankenhaus. Es war schön, umsorgt zu werden, es gab großartige Hebammen, z.B. Miranda und Patricia, die sehr viel Einsatz gezeigt haben und mir mit allem geholfen haben. Wir haben viel gelernt in dieser Woche, haben alles gefragt, was wir wissen wollten, über Baby-Handling. Sehr kompetente Ansprechpartner hatten wir und so haben wir uns wohl gefühlt im Krankenhaus. Es gab einen Knopf und immer, wenn ich bei etwas Hilfe braucht, konnte ich ihn drücken und es kam jemand, mit einem Lächeln auf den Lippen und war für mich da. Die Babies konnte ich ja die ersten
5 Tage lang nicht alleine herausheben, weil ich nicht aufstehen konnte, da musste sie mir immer jemand anreichen. So lagen sie in ihren Bettchen, ganz brave Mädchen.


Zweimal hatten sie in der Nacht Bauchkrämpfe und mussten lange weinen. Das tat mir sehr leid, weil ich nichts für sie tun konnte. Aber dafür sind die Krankenschwestern da, die haben sie mitgenommen ins Babyzimmer und haben sich um sie gekümmert, so dass ich schlafen konnte. Das war auch notwendig, damit ich wieder genesen konnte. Und dann war es soweit, die Ärzte konnten mich entlassen. Wir haben uns natürlich gefreut, aber sind auch ein bisschen nervös gewesen, denn nun hieß es, dass wir uns allen Herausforderungen allein stellen mussten. Zuhause gibt es keine Hilfe und alle Fragen haben wir vorher noch gestellt, um sicher zu sein, was wir wie am besten machen können. Dann haben wir alles soweit vorbereitet, das Zimmer ausgeräumt - seltsames Gefühl, nach einer Woche auszuziehen.
Ein Abschiedsgeschenk hatten wir auch vorbereitet, das haben wir der Hebamme überreicht und uns so verabschiedet. Es war wirklich eine angenehme Woche gewesen - abgesehen von meiner komplizierten Situation, haben wir uns gut aufgehoben und wohl gefühlt. Der Start ins Leben der beiden ist geglückt und nun kam der 2. große Schritt, das unabhängige Leben zuhause. 
Hier der stolze Vater auf der Schwelle der Station, auf dem Weg in die Freiheit. Es war ein unglaubliches Gefühl, zusammen nach Hause zu fahren, einfach pures Glück. Unsere kleine Familie, vereint, auf dem Weg in das richtige Leben. Im Krankenhaus ist man eben doch abgeschirmt und wie in einer Blase. Für mich war es ein Erlebnis, wieder an der frischen Luft zu sein, Autos, die Straße etc zu sehen, die vielen Menschen, die alle ihren Weg gehen und keiner ahnt, wie glücklich wir sind. Es ist unfassbar, wie schön es ist.


Montag, 30. September 2013

Die Babies sind da!

18.9.2013
Antonia Adriana Velásquez Piesch 14:36 *2.330 g
Beatrice Edith Velásquez Piesch 14:37 *2.855 g

Geburtsbericht: 
Am 18.9.2013 sind unsere beiden Schätze geboren. Am Tag vorher waren wir noch gemütlich Sushi essen, da wir die Zeit zu zweit genießen wollten und für den 18. Termin hatten zur Einleitung. Dann ist aber doch alles von alleine gegangen. Ich habe Fruchtwasser verloren und wir sind ins Krankenhaus gegangen, um alles abzuchecken. Dort wurde CTG geschrieben - das Erste, richtig spannend für uns und man sah Wehen alle 10 Minuten. Ich sollte vorsorglich die Nacht dableiben, falls noch etwas passiert. Und so war es auch, ich lag 5 Minuten im Bett - es war 23:30 - und dann ist die eine Fruchtblase wirklich geplatzt, es hat sich angefühlt wie eine Explosion in mir drin. Ich wurde in den Kreissaal gebracht, ans CTG angeschlossen und die Kanüle wurde gelegt. Und ab da ging es richtig los, ständig Wehen und zwar richtig stark. Ich dachte immer, dass es Wehenpausen gibt, wo man entspannen kann und zu Kräften kommen. Haha, wie lustig. Das hatte ich so gut wie gar nicht, es hat einfach die ganze Zeit weh getan und ich musste mich auf die Schmerzen konzentrieren. Eine Position zu finden, die am wenigsten weh tut, war die schwierigste Aufgabe. Gut, dass ich meinen Gymnastikball dabei hatte, das hat einigermaßen geholfen. So ging es 10 Stunden, die Nacht durch. Die Aussicht aus dem Krankenhaus ist herrlich, man schaut über die ganze Stadt und so konnten wir den Sonnenaufgang sehen. Das natürlich nur am Rande der Geburt. Ungefähr um halb elf sollte ich dann anfangen zu pressen, die Ärzte haben mich dabei gut unterstützt. Ich hatte mich schon gefreut, meine Mädchen in 1-2 Stunden in den Händen zu halten. Allerdings hat sich während 3 Stunden Presswehen nicht viel getan. Beatrice hatte ihre Hand am Ohr und wollte sich so auf den Weg machen, hat aber damit den Ausgang versperrt und konnten nicht richtig in den Geburtskanal rutschen. Die Ärzte haben versucht, die Finger zurückzuschieben, aber erfolglos. Und so wurde dann entschieden, einen Kaiserschnitt durchzuführen, da weiteres Pressen keinen Sinn mehr machte. Also wurde alles vorbereitet und ich nach unten gebracht. Allerdings hat es eine Weile gedauert, bis der OP fertig war und ich musste noch viele Wehen durchstehen im Liegen. Als Narkose hatte ich mich für Spinalanästhesie entschieden, damit ich wach sein kann und auch Marco dabei sein kann. Der Anästhesist war nicht besonders vorsichtig, musste es bestimmt 4 mal versuchen, bis die Nadel richtig saß. Aber dann stellte sich sogleich ein herrliches Gefühl ein, denn alle Wehenschmerzen waren auf einmal weggeblasen. Von der Brust abwärts hatte ich kein Gefühl mehr, der Vorhang wurde aufgespannt, Marco kam dazu und es ging los. Wir haben uns unterhalten, wie es sich anfühlt, den man spürte, dass "da unten" etwas passiert und der Tisch hat sich bewegt. Nach einer Weile hörten wir einen Schrei, das wunderbare Babyschreien von unserer kleinen Antonia. Sie wurde über den Vorhang gehoben und wir konnten sie das erste Mal sehen. Irgendjemand sagte aus Spaß "Es ist ein Junge". Marco ist mit den Ärzten und Antonia nach draußen gegangen und gleich kam auch Beatrice hinterher. Ich war erstmal alleine, aber eine Krankenschwester hat mir Bilder von den beiden gezeigt auf einer Digitalkamera. Nach kurzer Zeit kam Marco mit den beiden Babies zu mir und ich konnte sie begrüßen, ihnen Küsschen geben und ein bisschen kuscheln. Das war das schönste Gefühl, einfach unglaublich. 



Samstag, 14. September 2013

Vorbereitungen

Die Tage, die wir zusammen haben, d.h. wenn Marco frei hat, unternehmen wir immer etwas zusammen. Meistens sind wir unterwegs und besorgen noch irgend etwas für die Wohnung, besonders fürs Kinderzimmer. Sind also oft am einrichten. 
Zuletzt waren wir mit dem Flur beschäftigt: Angefangen haben wir mit streichen und dann haben wir nach und nach die Möbel gekauft und installiert: Bank, Garderobe, Schuhschrank, Blumen, Dekoration. 
Im Kinderzimmer sind wir auch gut vorangekommen und es ist inzwischen fertig. Die einzelnen Schritte waren: 
  • Vorhänge kaufen, waschen, bügeln, kürzen, aufhängen
  • Möbel richtig aufstellen
  • Kommode besorgen (Ikea), Verlängerung dranbauen (Hornbach)
  • Regal aufhängen
  • Dekoration (Bilder) besorgen, da sind wir auf einem Flohmarkt fündig geworden hier in Wateringen
  • Mobiles besorgen und anbringen
  • Möbel einräumen (dazu mussten wir auch noch einiges besorgen, Windeln z.B.)

Spielzeug werden die Kleinen am Anfang ja nicht wirklich haben, aber Mobiles sind gut geeignet, die schauen sie dann bestimmt fasziniert an. Kuscheltiere haben wir auch schon, aber die sind fast so groß wie die Babies selbst... Zwei Rasseln und ein Raschelbuch haben wir besorgt, damit kann man sie am Anfang bestimmt unterhalten. So sieht also das Zimmer jetzt aus: 
Eigentlich wollen wir ein Bett in unser Schlafzimmer stellen, dass wir sie bei uns haben in den ersten Wochen. Das wurde uns empfohlen und macht auch Sinn, für die Eingewöhnungsphase, bis wir uns kennen gelernt haben und wir einen gewissen Rhythmus gefunden haben. Dann können sie auch alleine (ohne uns) in ihrem Zimmer schlafen. Das ist soweit der Plan.
Das Zimmer ist also fertig und wartet nur auf seine neuen Bewohner.
Wir waren in der Zwischenzeit im Krankenhaus und haben uns die Station angeschaut. So sind wir schon einmal vertraut mit der Umgebung und wissen, wie alles abläuft. Eine Krankenschwester hat sich Zeit genommen für einen Rundgang und hat uns alles gezeigt, vom Kreissaal bis zu den Zimmer, begleitet von vielen Erklärungen und auch alle unsere Fragen konnte sie beantworten. Das war auf jeden Fall ein wichtiger Schritt, sich das anzuschauen. Außerdem waren wir dann noch bei einem Informationsabend, das war auch recht interessant. So wissen wir inzwischen Bescheid, wie alles funktioniert und auf was wir uns einstellen müssen.


Ansonsten sind wir viel unterwegs, z.B. bei Leuten, wo wir noch Kleinigkeiten gebraucht kaufen können, da kann man sich auch immer nett unterhalten und wir kriegen gute Tipps zum Leben mit Kleinkindern. Zum Beispiel haben wir noch mehr Kleidung besorgt, damit wir gut eingedeckt sind, auch in der Klinik. Erstmal habe ich alles, was wir haben, sortiert und dann haben wir die Garnituren zusammengestellt, die wir mitnehmen wollen und die für den Anfang passend sind. Gar keine leichte Aufgabe. Aber inzwischen sind wir gut eingedeckt. Hierzu ein Video.

Gouda

Vor zwei Wochen waren wir in Gouda, das liegt etwa eine halbe Stunde entfernt und ist eine süße Kleinstadt mit einem alten gotischen Rathaus. Wir hatten erst in Den Haag nach Möbeln geschaut - ich wollte noch eine zweite, größere Wickelkommode, so dass wir die schmale im Bad stehen lassen können. In Den Haag haben wir nichts gefunden und sind deswegen weiter gefahren, in Gouda waren wir in verschiedenen Geschäften, unter anderen auch im Babypark, einem großen Babyfachgeschäft, sind aber nicht fündig geworden. Aber der Tag war natürlich gemütlich und wir haben es unglaublich genossen, zu zweit unterwegs zu sein und die letzten Sonnenstrahlen des Sommers zu genießen. Wir machen das alles in unserem Rhythmus, bummeln ein bisschen und lassen es uns gut gehen. Natürlich ist laufen anstrengend und ich muss immer wieder Pause machen, aber Marco ist sehr rücksichtsvoll und geduldig. Außerdem übernimmt er viele bzw. so gut wie alle Aufgaben und bringt alles voran. Ich werde verwöhnt und er kümmert sich darum, dass es mir immer gut geht.

Sonntag, 8. September 2013

Besuch

Ende August bekamen wir Besuch aus Deutschland, meine Tante und Cousine aus Stuttgart waren bei uns. Mit einem gemütlichen Essen auf unserem Balkon (mediterranes Gemüse mit Schweinelende) haben wir sie willkommen geheißen. Auch die nächsten drei Tage haben wir es uns kulinarisch gut gehen lassen: morgens immer ausgiebig gefrühstückt mit frischen Brötchen und Früchten und abends dann etwas von Marcos Kunstwerken. Die Tage haben wir diversen Ausflügen verbracht: Erst haben wir uns Den Haag angeschaut, das Zentrum, mit den verschiedenen Kirchen und Gebäuden, den "Binnenhof", wo das Parlament sitzt. Dann waren wir noch in Scheveningen am Strand, haben uns den Friedenspalast angeschaut und auf dem Heimweg ein Eis gegessen in Wateringen (bei uns um die Ecke). Am nächsten Tag haben wir die Maeslantkering, ein riesiges Sturmflutwehr, angeschaut und konnten uns so ein Bild davon machen, was "Wassermanagement" in den Niederlanden bedeutet. Sehr interessant dargestellt wird alles im Besucherzentrum in Hoek van Holland. An dieser "Ecke von Holland" gibt es auch einen schönen Strand, wo wir uns niedergelassen haben und das erfrischende Nordseewasser schwimmend genießen konnten. Das Wetter war nämlich perfekt an diesem Tag. Zum Abschluß haben wir noch eine Hafenrundfahrt mit dem Katamaran gemacht und haben so den künstlich angelegten Teil des Rotterdamer Hafens gesehen, die großen Schiffe, Landungsbrücken und Containerterminals. Abends waren wir im Hafen von Scheveningen essen und haben auch noch das internationale Feuerwerk angeschaut, welches an dem Tag stattfand.  
Am Samstag haben wir uns auf den Weg gemacht zu den Mühlen von Kinderdijk, wo man einerseits die schöne niederländische Landschaft genießen kann, so wie wir vom Fahrrad aus, als auch eine Mühle von innnen sehen, um ihre Funktionsweise zu begreifen. Es war sehr interessant, sich damit auseinanderzusetzen und diesen Teil der Kultur kennen zu lernen. Auch haben wir einen Film geschaut, wo noch einmal ausführlich über die Mühlen und ihre Geschichte erzählt wurde. 
Außerdam haben wir eine Bio-Käserei besucht und leckeren Käse eingekauft. Den Nachmittag haben wir in Delft, einer kleinen schönen Stadt, verbracht und dort das Zentrum zu Fuß erkundet.