Um das vergangene Jahr in Stein (bzw. HTML) zu meißeln, hier Einsichten über 2012:
Hast du 2012 etwas getan, was du vorher noch nie getan hast?
Zusammen mit Marco auf so eine Reise gehen. Wir machen zwar immer Ausflüge, aber meistens besuchen wir Freunde oder Familie. Die Reise in Peru war ein Abenteuer nur für uns beide. Das war das Beste, was 2012 passiert ist.
Hast du deine Vorsätze eingehalten?
Naja, ich habe keine Vorsätze. Meiner Meinung nach braucht man keine Vorsätze, um in seinem Leben etwas zu verändern.
Ist jemand von deinen Freunden Vater / Mutter geworden?
Ja, meine Kollegin Isha und meine ehemalige Mitbewohnerin in Chile, Coty. Und natürlich noch viele andere Bekannte in Chile, die damals schwanger waren und wo ich jetzt die Fotos der Kinder auf Facebook sehe.
Ist jemand gestorben, der dir nahe stand?
Ja.
Welche Länder hast du besucht?
Peru, Deutschland, England, Dänemark, Italien
Gibt es etwas, was du 2012 vermisst hast und du dir für 2013 wünschst?
Deutschland, Familie und Freunde, das habe ich vermisst und hoffe, das 2013 besser hinzukriegen.
Welches Datum von 2012 wirst du niemals vergessen?
Den 22. August. Aus Peru bin ich nach Deutschland gekommen für eine Geschäftsreise und einen Tag Auszeit genommen, um Freunde und Familie zu sehen. Die beste Entscheidung, dieser Tag war im Nachhinein sehr wichtig.
Was war dein größter Erfolg 2012?
Mein beruflicher Aufstieg.
Warst du krank oder hast du sonst einen Schaden erlitten?
Dieses Jahr ging echt super, nur 3 Tage Erkältung nach Weihnachten, kaum erwähneswert. Ansonsten topfit.
Bester Einkauf?
Ehrlich gesagt, ist mir gerade 2012 klar geworden, wie wenig wichtig mir materielle Dinge sind. Im Leben gibt es so viel Wertvolles und Wunderschönes, wofür man kein Geld braucht.
Wofür hast du das meiste Geld ausgegeben?
Neben Miete etc. bestimmt für Essen und Trinken.
Hat dich etwas richtig glücklich gemacht?
Ja, vieles: Den richtigen Job gewählt zu haben, nach Europa gekommen zu sein, den richtigen Mann geheiratet zu haben.
Und dann natürlich viele alltägliche Details.
Welche Lieder werden dich immer an 2012 erinnern?
Die, die ich im ersten halben Jahr immer im Bus gehört habe, zum Beispiel auch die Lern-CD mit niederländischen Dialogen, die mich zum lachen bringen.
Nach Peru hab ich im Auto dann immer den selbstgemixten Elektro-Track von Nigels Bruder angehört.
Mein persönliches Lieblingslied 2012: Asaf Avidan - One Day / Reckoning song
Und dann natürlich die ganzen Lieder, die sich ständig im Radio wiederholen, zum Beispiel:
Gers Pardoel - Ik neem je met (lustiges holländisches Lied)
Avicii - Levels (endlich, so im November, hat es dann mal aufgehört, nach einem Jahr, richtig nervig)
The Asteroids Galaxy Tour - The Golden Age (haben wir live gesehen)
Warst du 2012 glücklicher oder trauriger als vorher?
Schwierig zu sagen, es gibt natürlich immer solche und solche Tage. Insgesamt kommt es auf die Ausgewogenheit an. Aber abgesehen von der Nostalgie, die mich mit Chile verbindet, bin ich sehr glücklich, hier zu sein.
Wie hast du Weihnachten verbracht?
Zuhause bei der Familie, so wie es sein soll.
Leider ohne Schnee und mit 10°, aber es kommt ja auf die Gefühlswärme darauf an. Und die war auf jeden Fall da.
Hast du dich verliebt?
Ja, das kann man so sagen, allerdings in den selben Mann, nach 5 Jahren Ehe, nochmal, oder weiterhin...
Hast du ein gutes Buch gelesen?
Gutes Buch? Nein, leider komme ich nicht zum Lesen, bzw. das größte Problem ist hier die Sprache. Ich bin gerne in Buchläden und schmökere herum, bevor ich mich für etwas entscheide. Allerdings ist dem hier in Holland ein Riegel vorgeschoben. Für eine Zeitschrift im internationalen Pressehandel auf dem Flughafen Schiphol reicht es aber, da decke ich mich ein.
Lieblingssendung im Fernsehen?
Fernsehen? nein, daran finde ich nichts. Der einzige deutsche Sender hier ist ZDF. Wenn da zwischen den gefühlten 99 % Sendezeit Krimis/Küstenwache/Hafenruf auch noch etwas anderes kommt, zum Beispiel eine Talkshow, dann schaue ich mir die gern an, um wenigstens etwas von der deutschen Aktualität mitzubekommen.
Was hast du dir gewünscht und bekommen, als du Geburstag hattest?
Hm, von diesem Geburstag hatte ich mir nicht viel erwartet, da ich in Peru am Arbeiten war. Allerdings war der Tag dann sehr schön, weil wir ihn zu etwas Besonderem gemacht haben. Auch hier nichts Materielles, sondern das Erlebnis, die unvergesslichen Momente, die Orte, die wir besucht haben, die Menschen, die wir getroffen haben. Und das alles an einem Tag.
Was hast du dir gewünscht und nicht bekommen?
Wenn man keine hohen Erwartungen hat, dann kann man auch nicht enttäuscht werden.
Was hast du an deinem Geburtstag 2012 gemacht?
siehe oben.. gearbeitet, gefeiert, Freiheit genossen, um die Häuser gezogen, gut getrunken und gegessen, das Leben geliebt.
Gibt es etwas, was dein Jahr noch besser gemacht hätte?
Klar, im Nachhinein ist man immer schlauer und denkt an alles, was man selbst besser gemacht haben könnte. Allerdings ist bereuen nichts wert, etwas daraus lernen und sich ändern, allerdings schon.
Wie könntest du deinen Stil 2012 beschreiben?
Stil 2012? Vorallem professionell, aber zwischendrin immer wieder auf der Suche nach etwas Persönlichem. Leider wenig Zeit und Muße hierfür.
Samstag, 26. Januar 2013
Freitag, 11. Januar 2013
Freitagsfüller
von dieser Seite stammt der Lückentext.
1. Ich schaffe es in diesem Jahr, richtig Urlaub zu machen.
2. In Holland richtig uninteressant und damit unnütz, in Deutschland wenigstens noch unterhaltsam, ist meine Meinung vom Fernsehen.
3. "Sie haben aber einen schweren Koffer, darf ich Ihnen behilflich sein?", war ein Satz, der mich angenehm überrascht hat. Äußerst nette Menschen gibt es in Hamburg! Der Vertriebsleiter hat mich höchstpersönlich zu meinem nächsten Meeting gefahren, weil kein Taxi verfügbar war.
4. Die Erfüllung der Haushaltspflichten war dieser Woche ungenügend, sowohl von Marcos als auch von meiner Seite. Die Wäsche hängt noch, der Kühlschrank ist leer, der Boden ist dreckig. So etwas kommt leider zu kurz bei so viel Arbeit.
5. Was ist der Plan für die nächste Zeit? Es ist immer wichtig, ein Ziel im Auge zu behalten. Und wenn es die Suche nach dem Ziel ist.
6. Diese Wochenarbeitszeit ist kaum noch zu toppen. (siehe Beitrag weiter unten)
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die wohlverdiente Nachtruhe, morgen habe ich ein Abenteuer mit einem Kollegen geplant und Sonntag möchte ich zusammen mit meinem Schatz verbringen!
2. In Holland richtig uninteressant und damit unnütz, in Deutschland wenigstens noch unterhaltsam, ist meine Meinung vom Fernsehen.
3. "Sie haben aber einen schweren Koffer, darf ich Ihnen behilflich sein?", war ein Satz, der mich angenehm überrascht hat. Äußerst nette Menschen gibt es in Hamburg! Der Vertriebsleiter hat mich höchstpersönlich zu meinem nächsten Meeting gefahren, weil kein Taxi verfügbar war.
4. Die Erfüllung der Haushaltspflichten war dieser Woche ungenügend, sowohl von Marcos als auch von meiner Seite. Die Wäsche hängt noch, der Kühlschrank ist leer, der Boden ist dreckig. So etwas kommt leider zu kurz bei so viel Arbeit.
5. Was ist der Plan für die nächste Zeit? Es ist immer wichtig, ein Ziel im Auge zu behalten. Und wenn es die Suche nach dem Ziel ist.
6. Diese Wochenarbeitszeit ist kaum noch zu toppen. (siehe Beitrag weiter unten)
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die wohlverdiente Nachtruhe, morgen habe ich ein Abenteuer mit einem Kollegen geplant und Sonntag möchte ich zusammen mit meinem Schatz verbringen!
64 Stunden
Diese Woche war wirklich etwas Besonderes. Insgesamt 64 Stunden gearbeitet! Aber von vorne:
Montag: 8-17 Uhr im Büro, viel geleistet, Bastian vertreten, der in Urlaub ist, viel organisiert, besonders für den nächsten Tag, um alles in optimal abgestimmt zu haben. Auf dem Weg nach Hause einen Container Trauben nach Russland verkauft mit 1.000 Euro Gewinn. Zuhause Koffer mit Spargel gepackt, zum Flughafen gefahren, auf dem Weg dahin die Umleitung des Containers veranlasst und die administrativen Dinge erledigt, die dazu gehören.
Auf dem Flug nach Hamburg (Abflug 21:25) die Angebote der Logistikfirmen verglichen. Angekommen in Hamburg, aus dem Flugzeug ausgestiegen und direkt in Peru angerufen, um alles geklärt zu haben für den nächsten Tag. Im Taxi und dann abends im Hotel ging das Gespräch weiter bis 24 Uhr.
Dienstag: 9-18 Uhr: Meetings mit Edeka und HHLA abgehalten, sehr erfolgreich und motivierend. Im Flughafen während der Wartezeit über Strategie und Ziele gesprochen, ebenso auf dem Weg von Amsterdam nach Rotterdam, wo ich mit den Chefs unterwegs war. Um 21 Uhr in Rotterdam angekommen, Gespräche beendet und nach Hause gefahren.
Mittwoch: im Büro von 8-19 Uhr, danach Geschäftsessen bis 22 Uhr
Donnerstag: langer Bürotag, 8-20 Uhr. Der Chef ist 3 Wochen ausser Haus und wir mussten alles wichtige vorher klären. Und das neben dem normalen Traubengeschäft, der Nachbereitung der Meetings, einem Projekt der obersten Führungsebene, dem Mango- und Avocadogeschäft. Achso, und die Unterstützung der 3 neuen Mitarbeiter, die natürlich viele Fragen haben.
Freitag: heute nur von 8-18 Uhr im Büro gewesen. Aber das hat auch vollkommen gereicht.
Endlich Wochenende!
Auf jeden Fall ist viel passiert, wir sind auch viel vorangekommen, ich habe viel gelernt und mitgenommen aus dieser Woche. Je mehr los ist, desto leistungsfähiger und effizienter muss man werden. Man muss dem beschleunigten Rhythmus folgen, sonst bleibt man auf der Strecke.
Gerade im Moment sind die Erwartungen hoch, aber die Verantwortlichkeiten und die weitreichenden Entscheidungen, die man selbst trifft, stärken natürlich die Position und sorgen für das Vorankommen im Unternehmen.
Allerdings waren die letzten Wochen eher ruhig gewesen, normalerweise mache ich immer pünktlich um 17 Uhr Schluss. Das reicht auch, wenn man nur ein Thema bearbeiten muss wie bei mir die Trauben, aber diese Woche ist wirklich alles zusammengekommen. Nächste Woche wird bestimmt wieder normal.
Eigentlich ist seit meiner Rückkehr aus Peru im September alles viel angenehmer, da die Verantwortlichkeiten aufgeteilt sind und jeder nur ein Produkt verkauft. Sobald man aber so viele Themen auf einmal und gleichzeitig handhaben muss, wird der Arbeitstag zur Herausforderung und ist alles andere als entspannt.
Nur im Dezember hatten wir eine Woche Besuch aus Peru, von zwei Spargelverantwortlichen, denen wir alles zeigen und erklären mussten. So gab es tagsüber verschiedene Programmpunkte, wo man sich von der sonstigen Arbeit freischaufeln musste, um die Besucher zu begleiten, Chaffeur und Übersetzer zu spielen. Abends haben wir Holland gezeigt: Supermärkte, Restaurants, Gallerien, Weihnachtsmarkt. In der Woche haben wir viel gemeinsam unternommen, auch mit dem Kollegen Josef. Der Abschluss war ein Essen im Restaurant La Bodeguita, wo Marco uns bekocht hat. Und am Samstag sind wir zu dritt nach Deutschland gefahren, um weitere Supermärkte zu besichtigen und auch die deutsche Kultur zu zeigen. Der Besuch war toll, der Tag intensiv, wir haben viel erlebt. Von TÜV, Autobahn, Frühstück in der Bäckerei, Qualitätskontrolle unserer Produkte im Supermarkt, über Stadtbesichtigung von Kleve inklusive Turmbesteigung und Geschichtsstunde, bis hin zu Weihnachtsmarktbesuch in Duisburg, viel Essen, peruanischer Musik und Schlittschuhlaufen im Zentrum. Es wurde spät, bis wir zurück waren, aber es hat sich richtig gelohnt.
Montag: 8-17 Uhr im Büro, viel geleistet, Bastian vertreten, der in Urlaub ist, viel organisiert, besonders für den nächsten Tag, um alles in optimal abgestimmt zu haben. Auf dem Weg nach Hause einen Container Trauben nach Russland verkauft mit 1.000 Euro Gewinn. Zuhause Koffer mit Spargel gepackt, zum Flughafen gefahren, auf dem Weg dahin die Umleitung des Containers veranlasst und die administrativen Dinge erledigt, die dazu gehören.
Auf dem Flug nach Hamburg (Abflug 21:25) die Angebote der Logistikfirmen verglichen. Angekommen in Hamburg, aus dem Flugzeug ausgestiegen und direkt in Peru angerufen, um alles geklärt zu haben für den nächsten Tag. Im Taxi und dann abends im Hotel ging das Gespräch weiter bis 24 Uhr.
Dienstag: 9-18 Uhr: Meetings mit Edeka und HHLA abgehalten, sehr erfolgreich und motivierend. Im Flughafen während der Wartezeit über Strategie und Ziele gesprochen, ebenso auf dem Weg von Amsterdam nach Rotterdam, wo ich mit den Chefs unterwegs war. Um 21 Uhr in Rotterdam angekommen, Gespräche beendet und nach Hause gefahren.
Mittwoch: im Büro von 8-19 Uhr, danach Geschäftsessen bis 22 Uhr
Donnerstag: langer Bürotag, 8-20 Uhr. Der Chef ist 3 Wochen ausser Haus und wir mussten alles wichtige vorher klären. Und das neben dem normalen Traubengeschäft, der Nachbereitung der Meetings, einem Projekt der obersten Führungsebene, dem Mango- und Avocadogeschäft. Achso, und die Unterstützung der 3 neuen Mitarbeiter, die natürlich viele Fragen haben.
Freitag: heute nur von 8-18 Uhr im Büro gewesen. Aber das hat auch vollkommen gereicht.
Endlich Wochenende!
Auf jeden Fall ist viel passiert, wir sind auch viel vorangekommen, ich habe viel gelernt und mitgenommen aus dieser Woche. Je mehr los ist, desto leistungsfähiger und effizienter muss man werden. Man muss dem beschleunigten Rhythmus folgen, sonst bleibt man auf der Strecke.
Gerade im Moment sind die Erwartungen hoch, aber die Verantwortlichkeiten und die weitreichenden Entscheidungen, die man selbst trifft, stärken natürlich die Position und sorgen für das Vorankommen im Unternehmen.
Allerdings waren die letzten Wochen eher ruhig gewesen, normalerweise mache ich immer pünktlich um 17 Uhr Schluss. Das reicht auch, wenn man nur ein Thema bearbeiten muss wie bei mir die Trauben, aber diese Woche ist wirklich alles zusammengekommen. Nächste Woche wird bestimmt wieder normal.
Eigentlich ist seit meiner Rückkehr aus Peru im September alles viel angenehmer, da die Verantwortlichkeiten aufgeteilt sind und jeder nur ein Produkt verkauft. Sobald man aber so viele Themen auf einmal und gleichzeitig handhaben muss, wird der Arbeitstag zur Herausforderung und ist alles andere als entspannt.
Nur im Dezember hatten wir eine Woche Besuch aus Peru, von zwei Spargelverantwortlichen, denen wir alles zeigen und erklären mussten. So gab es tagsüber verschiedene Programmpunkte, wo man sich von der sonstigen Arbeit freischaufeln musste, um die Besucher zu begleiten, Chaffeur und Übersetzer zu spielen. Abends haben wir Holland gezeigt: Supermärkte, Restaurants, Gallerien, Weihnachtsmarkt. In der Woche haben wir viel gemeinsam unternommen, auch mit dem Kollegen Josef. Der Abschluss war ein Essen im Restaurant La Bodeguita, wo Marco uns bekocht hat. Und am Samstag sind wir zu dritt nach Deutschland gefahren, um weitere Supermärkte zu besichtigen und auch die deutsche Kultur zu zeigen. Der Besuch war toll, der Tag intensiv, wir haben viel erlebt. Von TÜV, Autobahn, Frühstück in der Bäckerei, Qualitätskontrolle unserer Produkte im Supermarkt, über Stadtbesichtigung von Kleve inklusive Turmbesteigung und Geschichtsstunde, bis hin zu Weihnachtsmarktbesuch in Duisburg, viel Essen, peruanischer Musik und Schlittschuhlaufen im Zentrum. Es wurde spät, bis wir zurück waren, aber es hat sich richtig gelohnt.
Freitag, 4. Januar 2013
Peru's Süden
Nach einer Geschäftsreise nach Deutschland, die ich kurzfristig antreten musste und wo wir durch die Republik gereist sind, um auch alle Kunden besuchen zu können, ging danach der Urlaub los. Der erste richtige Urlaub seit langer Zeit. Überlegt hatten wir uns schon weit im Voraus, wo und wie wir reisen wollten: Ein Rucksackreisen-Abenteuer in den Süden Peru's sollte es werden. Hierfür hatten wir 2 Wochen Zeit und haben uns die folgende Route ausgesucht:
Von Lima aus, wo wir bei einer netten Kollegin unterkamen, mit dem Bus nach Arequipa, das ist eine Fahrt von 15 Stunden über 1000 km. Über Nacht ist diese Fahrt bequem, vor allem wird man gut bedient und bekommt sogar Lesematerial nach Wahl - ich habe mir die Geschichte Peru's ausgesucht - oder ein Ipad geliehen, damit man gut unterhalten ist. Dann kamen wir an einem Montagmorgen in der "cuidad blanca", der weißen Stadt an und konnten gleich eine Rundfahrt machen. Sie heißt so, weil viele Gebäude aus vulkanischem Sillar-Gestein gebaut sind. Arequipa befindet sich in der Vegetationszone des Küstenstreifens Peru, am Fuße der Anden. Von einem Aussichtspunkt kann man die 3 Vulkane, von denen die Stadt umringt ist, bewundern: Misti, Chachani und Pichu Pichu. Hier wurden wir auch an die typische Kultur und die dort heimischen Gewächse herangeführt, im Rahmen einer Tour, die auch noch an anderen Sehenswürdigkeiten auf dem Land vorbeiführte.
Arequipa ist der Startpunkt, um in den Colca-Canyon zu gelangen, der die zweittiefste Schlucht der Welt ist. Die Stadt selbst liegt auf 2.300 m Höhe, aber auf dem Weg nach Chivay, dem Dorf, das sozusagen die Eingangspforte des Canyon ist, ist man in der Hochebene der Anden unterwegs. Der höchste Punkt, an dem wir waren, war der "Miradores de los volcanes"; also ein Aussichtspunkt, von dem aus man mehrere Vulkane bestaunen kann und der auf 4.910 m Höhe liegt. Da wird einem ganz schön schwindelig und jeder Schritt ist sehr anstrengend. Noch dazu kommt die Kälte, denn dort oben lag natürlich auch Schnee, auch wenn die Luft unglaublich klar ist und der Himmel mit der Sonne so nah scheint. Eine Nacht haben wir in dem Dorf verbracht, das typische Essen gegessen, die typischen Folklore-Tänze wurden uns vorgeführt und ich habe einen Pisco Sour mit Kaktusfrucht getrunken. Das ist aus so ziemlich das Einzige, was so weit oben wächst.Die Landschaft an sich ist relativ karg, allerdings haben die Inka vor ein paar Jahrhunderten ein ausgeklügeltes Terrassen- und Bewässerungssystem angelegt, um so die geringen Niederschläge effizient zu nutzen. Bis heute sind diese Strukturen sichtbar, auch wenn natürlich die meisten Flächen nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden.
Die Stadt Arequipa hat es uns angetan, wir haben uns sehr wohlgefühlt und sind insgesamt 4 Tage geblieben. Die Plaza mit der Kathedrale und den Bogengängen hat eine besondere Ausstrahlung, besonders in der Abenddämmerung, wo eine frische Brise durch die Stadt weht und einen auf die Nacht vorbereitet. So hatten wir Gelegenheit, auch das Nachtleben zu erforschen, sind ausgegangen und waren tanzen. Die Atmosphäre dieser Stadt war sehr angenehm und die kolonialen Bauten haben mir gut gefallen. Von dort aus haben wir auch den Rest unserer Rest genauer geplant und das sah dann so aus: Fahrt mit dem Bus nach Puno, etwa 7 Stunden, über Nacht, um so an den Titicacasee zu gelangen. Dort haben wir auch 4 Tage verbracht, bevor es weiterging nach Cusco und Machu Picchu und dann mit dem Flugzeug zurück nach Lima.
Puno liegt am Titicacasee, auf einer Höhe von 3.810 m über dem Meeresspiegel. Hier ist selbst das Atmen anstrengend und jeder kleine Schritt raubt viel Kraft. Es gibt mehrere Aussichtspunkte, von wo aus man den See sehen dann: Den Puma, den Indianer und den Condor. Auch hier eine sehr interessante, ziemliche karge Landschaft, die aber im Sonnenuntergang golden leuchtet und tagsüber grün-gelb schimmert. Und der See erst, was für eine tolle Farbe er hat. Schon toll, am Titicacasee gewesen zu sein. Auf der Höhe war er allerdings ziemlich kalt, also nichts mit baden angesagt. Sogar das örtliche Hallenbad, welches wir besuchen wollten, war dann doch geschlossen. Die Stadt konnten wir gut kennen lernen, sie ist nicht besonders groß und hat nur einen Supermarkt und wenige gute Bars. Irgendwie erinnert mich das an Valdivia. Coole Leute haben wir getroffen und sogar molekulare Cocktails, in diesem Fall Mojitokugeln, "getrunken". Interessante Erfahrung, diese Minz-Explosion auf der Zunge. Das man so etwas in Puno erlebt! Eigentlich ist es mehr ein gemütliches Dorf, aber im Zentrum natürlich touristisch. Es werden Touren auf den See angeboten, wo man die auf Schilfinseln lebenden "Ureinwohner Uros" besuchen kann. Das haben wir auch mitgemacht und haben so etwas über ihre Lebensweise, die neben getrocknetem Fisch und Kormoranen als Lebensmittel auch Fernsehen und Handyempfang mit einschließt. Kontraste...
Dienstag, 1. Januar 2013
Lima
Nachdem die 5 Wochen in der Fabrik in Trujillo vorbei waren und ich alles kennengelernt hatte, war noch eine Woche im Büro in Lima eingeplant, um so auch die dortigen Kollegen und ihre Aufgaben kennen zu lernen. Ich hatte einige interessante Meetings und wurde an das Geschäft mit den Konserven herangeführt. Die Abende haben Marco und ich gemeinsam verbracht, uns die Umgebung des Hotels angeschaut, in Läden gewesen, auswärts gegessen (Pollo) und im Hotelpool gewesen zum entspannen. An einem Sonntag waren wir im Zentrum, um alle Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Meine Erwartungen waren nicht besonders hoch, da ich bereits Santiago kenne und es dort nichts besonders eindrucksvolles gibt. Lima ist allerdings anders. Direkt angekommen, wurden wir von einem Umzug empfangen, wo ein bestimmter Heiliger geehrt wurde. Die verschiedenen Gruppen haben ihre eigenen Trachten getragen, live Musik (sehr gut, schön beschwingt) gespielt, waren alle geschminkt und es gab Tanzgruppen, die auch tolle Choreografien gezeigt haben. Dann waren wir im Museum der Gastronomie, das besonders für Marco interessant war. Allerdings ging es nicht nur um Essen, sondern mehr um die Entwicklung der gesamten Kultur und ihrer regionalen Unterschieden innerhalb es Landes. Die verschiedenen Bevölkerungsgruppen wurden vorgestellt, einzelne typische Berufe dargestellt, die die peruanische Kultur repräsentieren und teilweise immer noch existieren. Auffallend war, mit wie viel Liebe zum Detail alles aufbereitet war und wie gut die peruanische Identität dadurch dargestellt wurde. Der Besuch dieses Museums war ein voller Erfolg, wir haben keine Raumecke ausgelassen und richtig viel gelernt über das Land.
An alten Galerien und wichtigen Gebäuden vorbei sind wir zur "Plaza Mayor" gelangt. Dort befindet sich der Regierungspalast und einige Ministerien. Der Umzug ging gerade dort zu Ende und wir konnten das End-Spektakel bewundern, wo der Heilige verehrt wurde. Danach sind wir weiter durch die Innenstadt gelaufen, durch die Hauptstraße und zum Markt. Gerne schauen wir uns auf Märkten die angebotenen Produkte an, sehen dem Treiben zu und sind damit auch noch ein Stück näher an der Kultur des Landes. Leider war nicht mehr viel los, weil es schon ein bisschen zu spät war für Markt. Wir haben uns trotzdem alles angeschaut, was noch da war, bevor wir weiter gelaufen sind. Dann kamen wir zu einem Amphitheater, wo eine Wettbewerb im Singen abgehalten wurden und verschiedene Damen und Herren ihr Können, inklusive Show mit dem Publikum, zum Besten gaben. Nebenan gab es verschieden Stände, die wir uns auch alle angeschaut haben. Der nächste Punkt war das Museum der Inquisition, welches keinen Eintritt verlangt und kostenlose Führungen anbieten. Das haben wir uns nicht entgehen lassen und viel gelernt über diesen Teil der Geschichte. Danach waren wir in der Bischofskirche nahe der Plaza und haben den Parque de la muralla besucht. Insgesamt also ein voller und äußerst interessanter Tag.
Peru's Norden Teil 2
Sonst im Norden sind noch die Bananenchips typisch, frittierte und gesalzene Bananenscheiben, teilweise mit Chili und anderen Geschmäckern. Es gibt jede Menge verschiedene Bananensorten und so gab es eines auszuprobieren für uns. Auch andere kulinarische Freuden blieben uns nicht verwehrt, besonders die verschiedenen Fischgerichte haben mir ausgezeichnet gemundet. Die peruanische Küche bietet einiges und hat viele regionale Spezialitäten. Wir haben Spass daran, alles auszuprobieren, was uns empfohlen wird, für uns gehört das dazu, um das Urlaubsland richtig kennenzulernen.
So hatten wir einen Traumurlaub, der sich angefühlt hat wie Flitterwochen. Nur wir zwei, die Zeit, das Meer und alle Annehmlichkeiten in Reichweite. Wir haben es richtig genossen und uns sehr glücklich geschätzt, da gewesen zu sein.
Die Rückfahrt ging dann über Nacht, morgens um 5 kamen wir zurück nach Trujillo und eine weitere Arbeitswoche ging los, im Bereich der Paprikas und Artischocken, etwas ganz Neues für mich. Auch Marco war dabei und konnte sich einiges anschauen.
Montag, 17. Dezember 2012
Stichpunkte der letzten Woche
Gesehen| diverse Läden mit unserem Spargel in Deutschland |Gehört| Seeed, wie früher. Macht locker und glücklich. |Gelesen| deutsche Zeitschriften, immer lang ersehnt |Getan| Kollegen herumgefahren, jeden Tag unterwegs gewesen, immer in guter Gesellschaft |Gegessen| so ziemlich alles auf dem Weihnachtsmarkt: Fleischkäsbrötchen, Maronen, Dampfnudel, Rösti etc. |Getrunken| Glühwein und Bionade. Gibt es beides hier in Holland, ich bin begeistert. |Geklickt| heute mal wieder Facebook und diverse Blogs von zuhause aus |Gedacht| Alles ist toll, Weihnachten kann kommen. Und das neue Jahr auch. |Geärgert| über den ach so teuren Strafzettel und das insgesamt so teure Parken hier |Gefreut| über die gute Entscheidung, nach Deutschland zu fahren. Und darüber, eine tolle Woche gehabt zu haben |Gekauft| Einkaufen bei Kaufland, egal was, das ist ein Erlebnis |Gestaunt| dass man sogar mit 190 km/h auf der deutschen Autobahn noch überholt wird. Und dass meine Trauben 10 Wochen nach der Ernte noch so gut sind.
Sonntag, 23. September 2012
Peru's Norden
Das Wochenende nach meinem Geburtstag haben wir erneut in Trujillo und Huanchaco verbracht.
Am Samstag haben wir erst den Markt von Trujillo besucht und uns angeschaut, wie die Waren angeboten werden: heimisches Obst und Gemüse, Hühner, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte, und nebenan die kleinen Stände, wo frisch gepresste Säfte, vor Allem Papaya, oder hausgemachtes Essen angeboten wird.

Ein bisschen sind wir dann noch weiter durch die Stadt gelaufen und dann nach Huanchaco gefahren, wo wir dann mit meinem neuen Chef Luis Miguel in einem schicken Restaurant (Big Ben) mit Strandblick zu Mittag gessen haben. Es gab typisches peruanisches Essen, einen ganzen Fisch und jede Menge Meeresfrüchte. Und dazu Maracuya Sour. Wie man sieht, ist den Peruanern ihre Gastronomie sehr wichtig und es gehört zum Alltag, verschiedene Restaurants und neue Gerichte auszuprobieren. Das ist sozusagen das Hobby der Peruaner und ist somit die wichtigste Freizeitbeschäftigung. Man muss sagen, dass das auch verständlich ist, denn überall wurden wir positiv überrascht und konnten die Köstlichkeiten probieren. Interessant, so einen Einblick in die peruanische Küche zu bekommen.
Es war sogar Nationalfeiertag und abends sind wir mit dem Fabrikleiter und seiner Frau in ein typisches, traditionelles Lokal namens Kanana gegangen, wo es nicht nur eine Show mit Animation und Livemusik gab, sondern auch Tanzvorstellungen der Gewinnerpärchen Perus. Sehr schick auf jeden Fall und toll anzusehen. Schön, so in die Kultur Perus einzutauchen. Und wirklich faszinierend, was sie alles zu bieten hat. Am beeindruckendsten war der regionale Folkloretanz von Trujillo "Marinera", bei dem die Dame in diesem Fall ein Glas Pisco Sour auf dem Kopf balanciert hat (ohne Hände) ihren Tanz vollführt hat, mit Drehungen, Verneigungen usw. Einfach toll.
Es war ein einmaliger und unvergesslicher Abend. Zum Ende hin wurde die Tanzfläche freigegeben und wir konnten die selbst Party machen. Natürlich hatten wir richtig viel Spass und konnten zur ausgezeichneten Livemusik tanzen, bis wir müde wurden. Den Sonntag haben wir dann gemütlich am Strand von Huanchaco verbracht, da ist es immer entspannend, die Sonne scheint schön, das Meer ist erfrischend (diesmal ohne Seeigel-Attacke) und wir haben den Tag genossen. Man kann auch surfen und ich wollte eigentlich einen Kurs machen, um es zu lernen, aber der Wellengang war nicht entsprechend.
Es ging weiter mit einer halben Woche in der Spargelfabrik, inzwischen kenne ich schon fast jedes Detail und habe einen sehr guten Überblick über alle Prozesse, auch an wichtigen Meetings konnte ich teilnehmen und natürlich dabei viel lernen. Am Donnerstag sind wir dann nach Piura gefahren, weiter im Norden, 5 Stunden entfernt von Trujillo. Dort haben wir uns die Paprikfelder angeschaut, zusammen mit dem Leiter des Geschäftsfeld "Paprika und Artischoke". Natürlich auch wieder sehr interessant, vor Allem konnten wir uns mit den verschiedenen Säh-, Bewässerungs- und Erntetechniken vertraut machen.
Am Samstag haben wir erst den Markt von Trujillo besucht und uns angeschaut, wie die Waren angeboten werden: heimisches Obst und Gemüse, Hühner, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte, und nebenan die kleinen Stände, wo frisch gepresste Säfte, vor Allem Papaya, oder hausgemachtes Essen angeboten wird.
Es war ein einmaliger und unvergesslicher Abend. Zum Ende hin wurde die Tanzfläche freigegeben und wir konnten die selbst Party machen. Natürlich hatten wir richtig viel Spass und konnten zur ausgezeichneten Livemusik tanzen, bis wir müde wurden. Den Sonntag haben wir dann gemütlich am Strand von Huanchaco verbracht, da ist es immer entspannend, die Sonne scheint schön, das Meer ist erfrischend (diesmal ohne Seeigel-Attacke) und wir haben den Tag genossen. Man kann auch surfen und ich wollte eigentlich einen Kurs machen, um es zu lernen, aber der Wellengang war nicht entsprechend.
Es ging weiter mit einer halben Woche in der Spargelfabrik, inzwischen kenne ich schon fast jedes Detail und habe einen sehr guten Überblick über alle Prozesse, auch an wichtigen Meetings konnte ich teilnehmen und natürlich dabei viel lernen. Am Donnerstag sind wir dann nach Piura gefahren, weiter im Norden, 5 Stunden entfernt von Trujillo. Dort haben wir uns die Paprikfelder angeschaut, zusammen mit dem Leiter des Geschäftsfeld "Paprika und Artischoke". Natürlich auch wieder sehr interessant, vor Allem konnten wir uns mit den verschiedenen Säh-, Bewässerungs- und Erntetechniken vertraut machen.
Donnerstag, 26. Juli 2012
Vierteljahrhundert
Gestern konnte ich meinen 25. Geburtstag feiern, hier in Peru.
Es war ein sehr schöner Tag, morgens habe ich telefonisch die ersten Glückwünsche empfangen und in der Fabrik gab es sogar eine Torte für mich, die Kollegen haben "cumpleaños feliz" gesungen und mir gratuliert. So fängt man gerne seine Tag an. Das hat mich echt gefreut. Mal wieder habe ich jede Menge spannende Dinge gelernt und hatte interessante Meetings mit wichtigen Personen.
Abends sind wir dann in die Stadt, nach Trujillo gefahren und haben uns dort eine schicke Bar gesucht und einen ersten Aperitiv getrunken: Physalis Sour. Ich probiere ja gerne neue Dinge aus, gerade bei Cocktails und habe eine gute Wahl getroffen. Weiter gings in die nächste Bar, die mir von Fiorella empfohlen wurde: Red Lounge. Dort habe ich wieder etwas leckeres bestellt, den Drink "Ada", aus Pisco, Maracuya- und Traubensaft, mit Sternfrucht garniert.
So feiere ich gerne, das ist genau das, was ich machen wollte: Leckere Cocktails trinken, genau nach meinem Geschmack und auch noch zu erschwinglichen Preisen.
Inzwischen ist es schon dunkel geworden, wir sind durch einen kleinen Park geschlendert und im nächsten Lokal gelandet, wo wir dann auch etwas zu essen bestellt haben, köstliche peruanische Spezialitäten, Garnelen mit speziellen Saucen und andere Snacks. Dazu gab es weitere Erfrischungsgetränke und sogar einen flambierten Drink. Die Stimmung war ausgezeichnet und absolut dem Anlass angemessen. Ein herrlicher Geburtstag ging so zu Ende.
Es war ein sehr schöner Tag, morgens habe ich telefonisch die ersten Glückwünsche empfangen und in der Fabrik gab es sogar eine Torte für mich, die Kollegen haben "cumpleaños feliz" gesungen und mir gratuliert. So fängt man gerne seine Tag an. Das hat mich echt gefreut. Mal wieder habe ich jede Menge spannende Dinge gelernt und hatte interessante Meetings mit wichtigen Personen.
So feiere ich gerne, das ist genau das, was ich machen wollte: Leckere Cocktails trinken, genau nach meinem Geschmack und auch noch zu erschwinglichen Preisen.
Inzwischen ist es schon dunkel geworden, wir sind durch einen kleinen Park geschlendert und im nächsten Lokal gelandet, wo wir dann auch etwas zu essen bestellt haben, köstliche peruanische Spezialitäten, Garnelen mit speziellen Saucen und andere Snacks. Dazu gab es weitere Erfrischungsgetränke und sogar einen flambierten Drink. Die Stimmung war ausgezeichnet und absolut dem Anlass angemessen. Ein herrlicher Geburtstag ging so zu Ende.
Dienstag, 24. Juli 2012
Geht's noch internationaler?
- 2006: Frankreich
- 2007: Deutschland
- 2008: Schweden
- 2009 / 10 / 11: Chile
- 2012: Peru
So habe ich meine letzten Geburtstage gefeiert, meistens weit weg von zuhause. Nicht so wie in den Jahren davor, wo alle Freunde eingeladen waren und große Parties geschmissen wurden, meistens draußen im Garten. Hach, was für schöne Erinnerungen.
Und in den letzten Jahren eben immer woanders, in unterschiedlichen Situationen und Momenten. Schön abwechslungsreich, immer ging es voran, stets neue und wertvollere Erfahrungen.
Auch hier in Peru bin ich sehr gerne und habe eine tolle Zeit, wie immer.
Hier ist es toll, alles gefällt mir super, die Arbeit ist sehr interessant, ich lerne unglaublich viel und kann auch einiges beitragen. Es macht einen schon stolz, zum Erfolg eines so großen Unternehmens beizutragen. Jeden Tag bekomme ich eine andere "Einführung", in jeden Bereich, zum Beispiel:
Montag: Kick-off-Meetings mit den Chefs in Lima
Dienstag: Spargelfelder: wie werden sie bewirtschaftet, wie wächst der Spargel
Mittwoch: Spargelernte, erstes Treffen mit deutschen Kunden
Donnerstag: Bewässerung der Felder, Filterstationen, Schaltzentrale, Überwachungsmechanismen
Freitag: Spargelfabrik: Annahme, Säuberung, Sortierung, Verpackung des frischen Spargels + Avocado - & Mandarinenverarbeitung
Das Frühstück und Mittagessen finden in der Residenz der Fabrik statt, dort werden wir vorzüglich bedient und verwöhnt. Auch das Abendessen wird dort vorbereitet und wir nehmen es mit nach Hause. Unsere Wäsche können wir auch dort abgeben und müssen uns somit um nichts kümmern. Wegen kleineren medizinischen Unpasslichkeiten wurde ich von der Betriebsärztin versorgt: Die Stiche der peruanischen Mücken haben eine Ausschlag verursacht und beim Schwimmen im Meer bin ich auf einen Seeigel getreten.
Von daher auch ein bisschen Abenteuer mit dabei, sonst wäre es ja langweilig.
Das erste freie Wochenende haben wir am Strand von Huanchaco verbracht.
Erst haben wir uns den Ort angeschaut, sind den Strand entlang spaziert und haben den Ozean ausprobiert: So kalt ist er gar nicht, nicht zu vergleichen mit Chile. Aber hier gibt es ja auch warme Strömungen und vorallem dieses Jahr das Phänomen El Niño, wo die Wassertemperatur höher ist als normal und sich die Atmosphäre aufheizt, was auch Auswirkungen auf die Landwirtschaft hat und schlechte Ernten mit sich bringt. Wenn es so warm ist, wächst der Spargel nicht gut und auch die anderen Früchte leiden darunter.
Huanchaco ist ein idealer Surferspot und von daher ist auch die Atmosphäre sehr relaxt, überall gibt es peruanische Leckereien: Ceviche, Chumbeke, Cremolada, Cocada, die erfrischend sind und einen die Hitze ertragen lassen. Schön braun bin ich auch geworden. Endlich Sommerfeeling! Genau das hätte mir in Holland sicher gefehlt. Hier ist das perfekte Strandwetter und ich will nächstes Wochenende auf jeden Fall wiederkommen und surfen lernen. Nachmittags haben wir uns dann Trujillo, die zweitgrößte Stadt Perus angeschaut, mit der kolonialen Kirchen, Herrenhäusern und Museen. Sehr schön. Zusammen mit einem Kollegen haben wir eine Cocktailtour gemacht und diverse peruanische Mixgetränke verköstigt. Ein toller Abend und so haben wir den nächsten Morgen im Hotelzimmer zum Ausspannen genutzt, bevor es nochmal an den Strand ging. Herrlich erfrischend, das Wasser, aber viele Wellen, eben perfekt geeignet zum Surfen. Der Seeigel hat dann für eine unangenehme Unterbrechung gesorgt und es hat eine Weile gedauert, die Stacheln schmerzvoll wieder herauszukriegen aus dem Fuß. Danach haben wir den Rest des Nachmittags genossen, den Sonnenuntergang bewundert und uns wieder auf den Weg nach Hause gemacht.
Heute war dann eine neuer Tag in der Spargelfabrik, erst habe ich eine Führung bekommen über die verschiedenen Prozesse beim Konservenspargel (im Glas oder in der Dose) und durfte dann auch selbst Hand anlegen:
- Spargel schälen
- die Schälmaschine befüllen
- die geschälten und sortierten Spargel in Gläser / Dosen abfüllen
- Gläser abwiegen, damit das Nenngewicht erreicht wird
Qualitätssicherung, Verpackung,Lagerhaltung, Containerbefüllung, Logistik, Produktionsplanung
Und weiterhin dann das ganze für Artischocken und Paprikas, das wird dann an anderen Orten sein.
Also ein volles und sehr spannendes Programm, ich bin vollauf begeistert von allem, was ich hier erleben darf.
Abonnieren
Posts (Atom)


